Der Kreis Coesfeld fördert ab dem 15. April 2026 die naturnahe Umgestaltung von Schottergärten. Die Initiative in Zusammenarbeit mit „Abpflastern“ bringt kostenlose Bauschuttcontainer für Entsiegelungsmaßnahmen.
Initiative zur Förderung von Biodiversität
Mit der deutschlandweiten Initiative „Abpflastern“ unterstützt der Kreis Coesfeld gezielt Maßnahmen zur Rückgewinnung naturnaher Flächen im privaten Wohnumfeld. Viele Haushalte haben sich in der Vergangenheit dazu entschieden, ihre Gärten mit Schotter instead von Pflanzen zu gestalten. Dies hat jedoch negative Auswirkungen auf das Mikroklima und die Biodiversität in der Region. Klimaanpassungsmanagerin Elena Makala macht deutlich: „Schottergärten sind ökologisch problematisch und tragen zur Verschlechterung unseres Lebensraums bei.“
Kostenfreie Bauschuttcontainer für Umgestaltungen
Um den Anreiz zur Umgestaltung zu schaffen, stellt der Kreis Coesfeld ab dem 15. April 2026 kostenfreie Bauschuttcontainer zur Verfügung. Die Förderung erfolgt für zehn ausgewählte Umgestaltungen. Die Stadt Coesfeld und die Gemeinde Ascheberg beteiligen sich ebenfalls und stellen zusätzliche Container bereit. „Wir danken Remondis Coesfeld für die großzügige Unterstützung. Durch diese Kooperation können wir effektive Projekte fördern,“ betont Makala. Um das Engagement weiter sichtbar zu machen, wird die Aktion durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet, mit dem Ziel, weitere Bürger zum Mitmachen zu motivieren.
Planung und Umsetzung der Umgestaltungen
Die Umgestaltungen sollten gut durchdacht sein. Die Teilnehmer sind aufgefordert, die naturnahe Fläche zu planen und ihre Umsetzung im Zeitraum vom 15. April bis zum 30. September 2026 durchzuführen. Eine Dokumentation des Projekts mittels Fotos oder Videos ist ebenfalls notwendig. Diese Dokumentation wird Teil der Öffentlichkeitsarbeit und soll als Inspiration für andere Bürger dienen, selbst aktiv zu werden.
Die Initiative „Abpflastern“ reagiert auf die zunehmende Versiegelung von Flächen, die zu einer hohen Gefahr für Überschwemmungen und negativen Veränderungen des Mikroklimas führt. Naturnahe Umgestaltungen erfüllen nicht nur einen ökologischen Zweck, sondern stärken auch die Lebensqualität vor Ort. „Jede umgestaltete Fläche trägt zur Erhöhung der Biodiversität und Lebensqualität im Kreis Coesfeld bei,“ fügt Makala hinzu.
Interessierte können sich über ein kurzes Antragsformular auf der Website des Kreises Coesfeld für die Förderung bewerben. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular sind unter diesem Link verfügbar.

