Unternehmensgruppen spielen eine immer größere Rolle in der deutschen Landwirtschaft. Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass 2024 bereits 2 % aller landwirtschaftlichen Betriebe Teil einer Unternehmensgruppe sind.
Anstieg der Unternehmensgruppen in der Landwirtschaft
Im Jahr 2024 gehörten rund 5.150 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland zu einer Unternehmensgruppe. Dies stellt einen Anstieg von 38 % im Vergleich zu 2020 dar und entspricht 46 % aller Betriebe, die als juristische Personen oder Personenhandelsgesellschaften geführt werden. Dabei bewirtschafteten diese Betriebe rund 13 % der insgesamt landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland.
Regional ungleiche Verteilung
Besonders markant ist der Anstieg in den westlichen Bundesländern, in denen der Anteil der Betriebe in Unternehmensgruppen um 10 Prozentpunkte im Vergleich zu 2020 gestiegen ist. Diese Entwicklung verdeutlicht die fortschreitende Konsolidierung und die zunehmend bedeutende Rolle von Unternehmensgruppen in der Landwirtschaft.
Führung durch Nicht-Landwirte
Ein weiterer bemerkenswerter Trend zeigt, dass 73 % der Unternehmensgruppen mit landwirtschaftlichen Betrieben von nicht-landwirtschaftlichen Unternehmen geführt werden. Dies wirft Fragen zur Zukunft der ländlichen Wirtschaft und zur Rolle von landwirtschaftlichen Betrieben in Unternehmensstrukturen auf.

