RTLZWEI zeigt am 2. Mai 2026 den preisgekrönten Dokumentarfilm ‚Hass. Hetze. Hoffnung.‘. Die zweiteilige Doku beleuchtet antiasiatischen Rassismus und den Mord an der Studentin Li Yángjié.
Dokumentation von jungen Filmemachern
Die zweiteilige Dokumentation ‚Hass. Hetze. Hoffnung.‘ untersucht die gesellschaftlichen Hintergründe von Rassismus in Deutschland. Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit junger Filmschaffender und der deutsch-asiatischen Community und bietet eine oft ignorierte Perspektive auf rassistische Strukturen. Der Film rekonstruiert den Mord an der chinesischen Studentin Li Yángjié im Jahr 2016 und zeigt, wie alltägliche Vorurteile und Diskriminierung gegen asiatisch gelesene Menschen verankert sind.
Erster Teil: Der Fall Li Yángjié
Im ersten Teil der Doku wird der Mordfall in Dessau detailliert aufgearbeitet. Li Yángjié, die während ihres Studiums in Deutschland war, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Der Film stellt zentrale Fragen zu gesellschaftlichen Vorurteilen über asiatische Frauen und zeigt, welche Stimmen in der Berichterstattung über den Fall Gehör fanden. Die Dokumentation hinterfragt auch, wie diese Vorurteile in der öffentlichen Wahrnehmung und den Ermittlungen betrachtet wurden.
Zweiter Teil: Lebensrealitäten und Aktivismus
Der zweite Teil weitet den Fokus auf die Lebensrealitäten asiatisch gelesener Menschen in Deutschland aus. Verschiedene Generationen berichten von ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung und Gewalt. Besonders während der Corona-Pandemie nahmen anti-asiatische Ressentiments zu, was die Doku eindrucksvoll dokumentiert. Stimmen von Aktivistinnen, Wissenschaftlern und Betroffenen geben den Entwicklungen Kontext und Synergien auf, wie aus Diskriminierung auch Selbstermächtigung resultieren kann.
Die Arbeit an ‚Hass. Hetze. Hoffnung.‘ wurde mit dem Grimme-Preis 2026 in der Kategorie Information & Kultur ausgezeichnet, was die Qualität und die Relevanz des Themas unterstreicht. Der Film läuft am 2. Mai um 22:20 Uhr bei RTLZWEI und ist auch auf RTL+ verfügbar.

