Die Diskussion um die Kraftwerksstrategie gewinnt an Bedeutung. Kerstin Andreae von BDEW betont, dass unterschiedliche Optionen zur Sicherstellung der Energieversorgung erforderlich sind.
Vielfalt der Optionen für stabile Energieversorgung
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, macht deutlich, dass eine zuverlässige Energieversorgung in Zeiten von Dunkelflauten noch stärker von verschiedenen Technologien abhängt. Neben erneuerbaren Energien sind flexibel regelbare Gaskraftwerke, Großbatteriespeicher und Verbrauchsflexibilitäten erforderlich. Der Ausbau dieser Optionen ist geplant, um auf mögliche Engpässe am Strommarkt adäquat zu reagieren.
Geplante Ausschreibungsrunden ab 2028
Im Rahmen der Kraftwerksstrategie sind drei Ausschreibungsrunden vorgesehen, um gesicherte Leistung zügig zu fördern. Insbesondere Gaskraftwerke benötigen eine längere Planungszeit, weshalb ein schneller Baustart für H2-ready Anlagen entscheidend ist. Die erste Ausschreibung (t-5) soll 12 Gigawatt Kapazität für das Zieljahr 2031 anbieten, gefolgt von weiteren Ausschreibungen, die auch flexible Anforderungen für Batteriespeicher und bestehende Anlagen berücksichtigen.
Energieversorgung der Zukunft
Für eine effiziente Energienutzung sollte der Betrieb von Gaskraftwerken minimiert werden. Diese fungieren jedoch als essentielle Back-Up-Lösungen während längerer Dunkelflauten, die in Deutschland im Winter häufig auftreten. Daten zeigen, dass solche Phasen im Schnitt vier Mal jährlich auftreten können und bis zu acht Tage andauern. Die Kombination aus Batteriespeichern, Flexibilitäten und wasserstofffähigen Gaskraftwerken ist daher unerlässlich, um die Versorgungssicherheit in Deutschland nachhaltig zu gewährleisten. Andreae fordert daher zügige gesetzliche Regelungen, um keinen weiteren Verlust an wertvoller Zeit zu riskieren.

