Ein neues Projekt zur Hitzeaktionsplanung hat an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW begonnen. In Kooperation mit dem Gesundheitsamt Coesfeld beschäftigen sich Studierende mit den Herausforderungen des Klimawandels und dessen gesundheitlichen Folgen.
Gemeinsames Projekt zur Hitzeaktionsplanung
Das Projekt mit dem Titel „Hitzeaktionsplanung im Spannungsfeld kommunaler Zuständigkeiten“ wurde am 17. April 2026 im Gesundheitsamt Coesfeld vorgestellt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Frauke A. Kurbacher arbeiten zehn Studierende an praxisrelevanten Lösungen zur Bewältigung der durch hohe Temperaturen verursachten Herausforderungen. Angesichts der steigenden Temperaturen, die in den letzten Jahren Spitzenwerte über 40 Grad erreicht haben, besteht dringender Handlungsbedarf.
Wichtige Fragestellungen und Aufgabenverteilung
Die Studierenden werden sich zwei Monate lang intensiv mit Fragen rund um die Hitzeaktionsplanung auseinandersetzen. Dabei stehen zentrale Themen wie die Aufgabenverteilung, die Wirkungen von Maßnahmen und die Notwendigkeit gezielter Aktionen im Vordergrund. Ziel ist es, ein umfassendes Werk zu erstellen, das Grundlagen beschreibt, spezifische Themen aufbereitet und praktikable Handlungsempfehlungen ausspricht. „Wir möchten erarbeiten, was Einzelne und Institutionen tun können, um sich auf solche klimatischen Herausforderungen vorzubereiten“, erklärt Kurbacher. Diese Erkenntnisse werden für die Ausbildung der Studierenden genutzt, die auch Noten für ihre Teilnahme erhalten werden.
Kooperation mit dem Gesundheitsamt
Die Initiative wird von Alexandra Winkler, der Leiterin des Gesundheitsamtes, unterstützt. Sie hat eine Begleitgruppe für das Projekt ins Leben gerufen und freut sich auf die Ergebnisse: „Wir gehen davon aus, dass wir hier Verwertbares für die Hitzeaktionsplanung des Kreises erhalten werden.“ Die Ergebnisse fließen unter anderem in die Kommunale Gesundheitskonferenz des Kreises Coesfeld ein. Winkler betont die Bedeutung der Hitzeaktionsplanung im Zuge des Klimawandels, da sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und -förderung leisten kann.
Mit dieser Kooperation zwischen Hochschule und Gesundheitsamt wird ein wichtiger Schritt unternommen, um den vielfältigen gesundheitlichen Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die Studierenden bringen frische Ideen und Perspektiven ein, die zu einer effektiven Planung und Umsetzung von Maßnahmen in der Region beitragen können.
