Andreas N., der verurteile Koks-Arzt, ist erneut im Gefängnis. Der Grund sind Verstöße gegen Auflagen und ein aktuelles Drogendelikt.
Festnahme am Arbeitsplatz
Der als „Koksarzt von Halberstadt“ bekannt gewordene Mediziner Andreas N. wurde am Mittwoch an seinem Arbeitsplatz im Landkreis Börde festgenommen. Dies berichtet die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Wochenendausgabe. Hintergrund der Festnahme ist ein erneutes Drogendelikt. N. wurde bereits vor einigen Jahren für den Drogentod einer Frau verurteilt und war vorzeitig aus der Haft entlassen worden.
Verstoß gegen Auflagen
Die Staatsanwaltschaft Halberstadt bestätigte, dass Andreas N. wegen eines Drogendelikt erneut ins Visier der Behörden geraten ist. Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck erklärte, dass der Mediziner gegen Auflagen verstoßen habe, die ihm bei seiner vorzeitigen Entlassung auferlegt wurden. Insbesondere war ihm der Konsum von Kokain untersagt, doch ein Drogentest könnte darauf hindeuten, dass er gegen diese Auflage verstoßen hat.
Folgen für die Bewährungsstrafe
Die Staatsanwaltschaft hat daher einen Sicherungshaftbefehl gegen N. erlassen. Roggenbuck betonte, dass das neue Drogendelikt möglicherweise die ausstehende Aussetzung der Strafe auf Bewährung gefährden könnte. Details über mögliche weitere Gefährdungen von Personen durch N. wollte er nicht preisgeben. Die vorzeitige Entlassung des Arztes basierte auf einem positiven Gutachten, welches bescheinigte, dass N. seine Drogensucht überwunden habe und keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit darstelle.
Eine Sprecherin des landeseigenen Klinikunternehmens Salus, welches den Maßregelvollzug betreibt, wollte sich zum konkreten Fall nicht äußern. Sie führte jedoch aus, dass Entscheidungen im Maßregelvollzug auf der Grundlage umfassender fachlicher Bewertungen und in Zusammenarbeit mit Gerichten und Behörden getroffen werden.

