In der 20. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor stellte Prof. Dr. Veronika Grimm die zentrale Frage, wie Europa seine freiheitliche Ordnung sichern kann. Vor rund 500 Gästen betonte sie die Notwendigkeit, Freiheit als aktive Gestaltungsaufgabe zu verstehen.
Freiheit als Gestaltungsaufgabe
Professorin Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, stellte in ihrer Rede die Herausforderungen für Europa in einer von geopolitischen Spannungen geprägten Welt in den Mittelpunkt. „Verantwortung erfordert, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, um die Freiheit künftiger Generationen zu sichern“, erklärte sie. Griff die Rolle des Grundgesetzes auf und verwies auf das darin verankerte Menschenbild, das den Einzelnen in den Fokus stellt. Freiheit sieht Grimm als Grundlage für gesellschaftliche Leistungsfähigkeit und Wohlstand. Sie argumentierte, dass Freiheit als Motor für wirtschaftlichen Fortschritt fungiert, indem sie den Menschen ermöglicht, zu handeln, zu experimentieren und Verantwortung zu übernehmen.
Europas Verantwortung und Partnerschaft
Grimm betonte, dass Europa wirtschaftlich und technologisch an Stärke gewinnen müsse, um als verlässlicher Partner in westlichen Allianzen zu agieren. „Eine tragfähige westliche Allianz kann nur bestehen, wenn Europa substanzielle Beiträge leisten kann“, so Grimm. Der Abend wurde durch Karl-Heinz Paqué, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, eröffnet, der die Bedeutung von Freiheit im Alltag der Menschen hervorhob.
Diskussion über den Freiheitskampf
Im Anschluss an die Rede fand eine angeregte Diskussion zwischen Prof. Dr. Veronika Grimm und Christian Dürr unter der Moderation von Michael Bröcker statt. Dürr führte an: „Der Freiheitskampf von heute liegt darin, wie frei wir leben wollen. Das hat klare ökonomische Implikationen, die über die Steuerpolitik hinausgehen.“ Dr. Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Stiftung, schloss den Abend mit der zentralen Frage, ob Menschen tatsächlich in der Lage sind, frei zu handeln und ihre Ideen umzusetzen. Die gesamte Rede ist auf YouTube verfügbar und Fotos der Veranstaltung können auf der Website der Stiftung eingesehen werden.

