Mit der Einführung des Österreich-Modells an deutschen Tankstellen am 1. April 2026 steigen die Kraftstoffpreise. Eine aktuelle ADAC-Umfrage offenbart sinkende Zufriedenheit unter den Autofahrern.
Österreich-Modell erhöht Benzin- und Dieselpreise
Seit dem 1. April 2026 ist das Österreich-Modell in Deutschland in Kraft, was zu einem spürbaren Anstieg der Kraftstoffpreise geführt hat. Eine Auswertung des ADAC zeigt, dass insbesondere die Preise für Super E10 und Diesel um bis zu 10,5 Cent pro Liter steigen, besonders gegen 12 Uhr. Nach dieser Erhöhung fallen die Preise im Tagesverlauf nur langsam wieder, was das Tanken für viele Autofahrer weniger attraktiv macht.
Flexibilität eingeschränkt: Risikoaufschläge steigen
Das neue Regelungsmodell erlaubt nur noch einmalige Preisanhebungen, während Senkungen unbegrenzt stattfinden dürfen. Diese Einschränkung soll den Autofahrern helfen, den optimalen Tankzeitpunkt zu planen. Doch der ADAC warnt, dass die Mineralölkonzerne wahrscheinlich mit höheren Risikoaufschlägen reagieren werden. Laut ADAC haben Autofahrer im alten Modell bereits Parallelen zum aktuellen System gezogen, wonach es auch dort Phasen deutlich günstigerer Preise gab.
Autofahrer reagieren kritisch auf neue Regelung
Die Reaktionen der Autofahrer auf das Österreich-Modell sind überwiegend negativ. In einer aktuellen Umfrage des ADAC empfinden nur 21 Prozent der Befragten die neuen Tankregeln als positiv. Fast die Hälfte der Teilnehmer lehnt das Modell ab. Bemerkenswert ist, dass trotz der kurzen Zeit seit Einführung bereits 95 Prozent der Autofahrer von den neuen Preisregeln Kenntnis haben. Diese hohe Bekanntheit könnte durch die praktische Smartphone-App „ADAC Drive“ unterstützt werden, welche aktuelle Preise der über 14.000 Tankstellen in Deutschland bereitstellt.

