In der Woche vom 20. bis 24. April 2026 stehen am Landgericht Osnabrück mehrere bedeutende Strafverfahren an. Im Fokus der Verhandlungen stehen sowohl schwere Körperverletzungsdelikte als auch Betrugsfälle.
Montag, 20. April 2026: Verhandlung gegen Angeklagten wegen Körperverletzung
Die 15. Große Strafkammer des Landgerichts Osnabrück startet am Montag um 09:00 Uhr mit einer Verhandlung gegen einen 24-jährigen Angeklagten, der zahlreiche Körperverletzungsdelikte sowie Angriffe auf Vollstreckungsbeamte begangen haben soll. Der Vorwurf umfasst nicht nur den tätlichen Angriff in zwei Fällen, sondern auch drei Fälle vorsätzlicher Körperverletzung und zahlreiche Bedrohungen und Beleidigungen. Der Angeklagte soll zwischen September und November 2025 in mehreren Städten, darunter Melle und Osnabrück, diverse Straftaten verübt haben. Zu den Taten gehört, dass er einem Opfer mit einem Küchenmesser schwere Verletzungen zugefügt haben soll.
Dienstag, 21. April 2026: Betrugsfälle vor der 9. Kleinen Strafkammer
Am Dienstag behandelt die 9. Kleine Strafkammer um 09:00 Uhr in Saal 114 einen Berufungsfall gegen eine 37-Jährige, die wegen Betrugs in 13 Fällen verurteilt wurde. Das Amtsgericht Lingen verhängte eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr für das Einreichen falscher Rechnungen an einen Unfallversicherer. Zudem wird die Angeklagte beschuldigt, als vermeintlich ehrenamtliche Pflegekraft Gelder unrechtmäßig erlangt zu haben. Neben den üblichen Verfahrensbeteiligten sind auch ein Sachverständiger und zwei Zeugen geladen.
Mittwoch, 22. April 2026: Mord- und Körperverletzungsverfahren
Am Mittwoch nimmt die 6. Große Strafkammer die Verhandlung gegen einen 34-Jährigen auf, der wegen Mordes und vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt ist. Die Anhörung beginnt um 09:00 Uhr und wird voraussichtlich über mehrere Termine bis Juni fortgesetzt. Der Angeklagte soll in einem Streit um eine Wohngemeinschaft einen Handwerker mit einem Messer verletzt haben, was letztendlich zum Tod des Opfers führte. In diesem Fall werden ebenfalls mehrere Zeugen und ein Sachverständiger erwartet.
Die Termine können kurzfristig ausfallen oder verschoben werden. Interessierte sollten sich daher regelmäßig informieren und die Hinweis-Tafel im Eingangsbereich des Gerichts berücksichtigen, ebenso wie die allgemeinen Zugangsbedingungen zu den Gerichtsgebäuden.

