In der Gießener Frauenklinik trafen sich Gynäkologinnen aus den USA und Deutschland zu einem fachlichen Austausch. Dr. Kelly Bruce und Dr. Annetta M. Madsen von der Mayo Clinic besuchten das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, um neue Behandlungsmethoden für komplexe Vulvaerkrankungen zu erörtern.
Fachlicher Austausch zur Vulkanmedizin
Dr. Kelly Bruce und Dr. Annetta M. Madsen von der renommierten Mayo Clinic sind zur Zeit in der Gießener Frauenklinik am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) zu Gast. Anlass des Besuchs war ein regelmäßiger Austausch im Bereich der höchsten medizinischen Standards zur Behandlung von Vulvaerkrankungen. Im vergangenen Jahr hatte Dr. Maryam En-Nosse von der Gießener Klinik die Mayo Clinic besucht, um die Kenntnisse und Techniken zu vertiefen.
Innovative Ansätze zur Behandlung
Ein zentrales Thema der Gespräche ist die Behandlung von Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung und die Weiterentwicklung rekonstruktiver Operationstechniken, insbesondere für Krebspatientinnen. Die beiden amerikanischen Gynäkologinnen und ihre Kollegin aus Gießen sind sich einig, dass durch den Austausch wertvolles Wissen und neue Behandlungskonzepte entstehen können. Im Rahmen des Besuchs gab es neben operativen Hospitationen auch anatomische Workshops und klinische Fallbesprechungen.
Nachhaltige internationale Zusammenarbeit
Dr. Maryam En-Nosse hebt hervor, dass der Austausch nicht nur dazu dient, unterschiedliche Techniken zu erlernen, sondern auch zur Etablierung einer langfristigen Kooperation zwischen den beiden Institutionen. „Das ist ein wichtiger Schritt, um in einem oft vernachlässigten Bereich der Frauengesundheit nachhaltige Lösungen zu finden“, so En-Nosse. Die gemeinsame Arbeit an diesen Themen könnte somit auch die Stellung der Gynäkologie im internationalen Kontext stärken.

