Eine neue Studie der HTW Dresden belegt die Bedeutung der Hauptuntersuchung für die Verkehrssicherheit. Im Auftrag des TÜV-Verbandes und DEKRA wurde untersucht, wie technische Mängel die Unfallstatistik beeinflussen.
Studie zeigt unterschätzte technische Mängel
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 2.814 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, über 48.000 Personen erlitten schwere Verletzungen. Menschliches Fehlverhalten war häufig die Ursache, doch auch technische Mängel an Fahrzeugen spielen eine essentielle Rolle. Eine von TÜV-Verband und DEKRA bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden in Auftrag gegebene Studie zur Hauptuntersuchung (HU) zeigt, dass technische Mängel in der Unfallstatistik systematisch unterschätzt werden.
Ergebnisse der Untersuchung
Um die Rolle der Hauptuntersuchung und deren Prüfintervalle für die Verkehrssicherheit eingehend zu analysieren, wurden rund 2.500 Unfallgutachten ausgewertet. Die Ergebnisse stellen in Frage, wie effektiv die bestehenden Prüfintervalle tatsächlich sind und welche Maßnahmen zur weiteren Reduktion technischer Mängel an Fahrzeugen dringend benötigt werden. Im Fokus stehen auch Fragen zur Alterung des Fahrzeugbestandes und deren Relevanz für die HU.
Einladung zur Hybrid-Pressekonferenz
Die Studienergebnisse sowie anstehende Fragen zur Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung werden in einer Hybrid-Pressekonferenz am 4. Mai 2026, um 10:00 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. Experten der Branche, darunter Dr. Joachim Bühler (TÜV-Verband e.V.), Jann Fehlauer (DEKRA Automobil GmbH) und Professoren der HTW Dresden, diskutieren über die Ergebnisse und deren Bedeutung für die künftige Verkehrssicherheit. Eine Online-Teilnahme ist möglich.
