Junge Botschafter der Erinnerung: Bewerbungen bis 15. Mai

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Die Stadt Rhede sucht junge Botschafter für das Bildungsprojekt „Junge Botschafter der Erinnerung“. Teilnehmende Jugendliche sollen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen und als Multiplikatoren agieren. Die Initiative wird von der Bethe-Stiftung unterstützt.

Ein bedeutendes Bildungsprojekt

Die Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. hat ein neues internationales Bildungsprojekt ins Leben gerufen, das alle Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren in den Mitgliedsstädten des Riga-Komitees dazu einlädt, aktiv die Geschichte des Nationalsozialismus zu erkunden. Unter dem Titel „Junge Botschafter der Erinnerung“ soll die Auseinandersetzung mit historischen Themen in die Gegenwart getragen werden. Die Stadt Rhede, die seit 2022 Teil dieses einzigartigen Netzwerks ist, unterstützt dieses Vorhaben tatkräftig.

Gedenken und aktives Erinnern

Das Riga-Komitee erinnert an die Deportation und Ermordung von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern während des Zweiten Weltkrieges. In den Wäldern von Bikernieki in Riga wurden zwischen 1941 und 1942 über 35.000 Menschen von deutschen Einsatzgruppen ermordet. Auch Rhede trauert um Opfer, wie Berta Landau und Hilde Mühlfelder, nach denen Straßen in der Stadt benannt wurden. Bürgermeister Jürgen Bernsmann hat die Gedenkstätte 2023 besucht und Blumen zum Gedenken niedergelegt.

Mit dem neuen Projekt möchte der Volksbund den jungen Menschen ermöglichen, sich intensiv mit diesen historischen Ereignissen auseinanderzusetzen. „Gedenken reicht nicht – Erinnerung muss weitergetragen werden“, betont die Organisation. Die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im September 2026 nach Riga reisen, um zentrale Gedenkstätten wie Bikernieki, Rumbula und Salaspils zu besuchen. Dort erwartet sie nicht nur die historische Reflexion, sondern auch der Austausch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde sowie praktische Arbeitseinsätze.

Teilnahmebedingungen und Spendenkampagne

Interessierte Jugendliche können sich bis zum 15. Mai 2026 bewerben. Voraussetzung sind Interesse an Geschichte und gesellschaftspolitischen Fragestellungen sowie die Bereitschaft, die gesammelten Eindrücke aktiv in ihren Heimatorten zu teilen. Die Informationen zur Bewerbung sind auf der Webseite des Riga-Komitees zu finden: www.riga-komitee.eu/riga-fahrt.

Parallel zum Bewerbungsaufruf startet eine Spendenkampagne, um das Projekt zu finanzieren. Die Bethe-Stiftung hat zugesichert, alle eingehenden Spenden bis zu einem Betrag von mindestens 30.000 Euro zu verdoppeln. Die Stadt Rhede ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, diese wichtige Initiative zu unterstützen.

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