Eine neue Studie beleuchtet die Herausforderungen und Chancen von Carve-outs. Darin wird aufgezeigt, wie Unternehmen durch gezielte Planung und Transformation nachhaltig profitieren können.
Kostenfallen bei Carve-outs erkennen
Carve-outs sind für Unternehmen oft ein entscheidendes Werkzeug zur strategischen Neuausrichtung. Einer aktuellen Studie von Roland Berger zufolge sollten Firmen die Kosten und Komplexitäten solcher Ausgliederungsprojekte genau analysieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Hohe Einmalkosten durch Verflechtungen
Besonders hohe einmalige Kosten können bei stark verflochtenen Unternehmen auftreten. Bei der Ausgliederung, die physische Trennungen oder eine eigenständige IT-Infrastruktur verlangen, können diese Kosten bis zu 15 Prozent des Umsatzes des neuen Unternehmens betragen. Der Grad der Abhängigkeit spielt hierbei eine entscheidende Rolle, wie 92 Prozent der Befragten bestätigten.
Weitere Faktoren, die die Kosten in die Höhe treiben, sind Zeitdruck, geografische Präsenz und spezifische Branchenmerkmale. Interessanterweise sehen nur 19 Prozent die Unternehmensgröße als entscheidenden Kostentreiber an.
Wertschöpfung durch Transformation
Nachdem ein Unternehmen unabhängig geworden ist, steigen die laufenden Kosten durchschnittlich um 11 Prozent. Besonders betroffen sind die Bereiche IT, Finanzen und HR. Dr. Patrick Heinemann von Roland Berger betont, dass Unternehmen schon zu Beginn realistisch planen und transformativ gestalten müssen, um Wertsteigerung zu erzielen.
Für eine nachhaltige Entwicklung sind Transparenz und die Identifikation zentraler Kostentreiber unerlässlich. Unternehmen sollten nicht nur das Bestehende replizieren, sondern ihre zukünftige Organisation gezielt auf Effizienz und Wertschöpfung ausrichten. Eine stringente Steuerung und klare Verantwortlichkeiten sind ebenfalls von großer Bedeutung für den langfristigen Erfolg.

