Schutzmeile gegen Häusliche Gewalt in Papenburg startet

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In Papenburg startet am 8. Mai 2026 die Schutzmeile gegen Häusliche Gewalt. Der Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt hat kreative Ansätze entwickelt, um über dieses wichtige Thema aufzuklären und Hilfsangebote sichtbar zu machen.

Schutzmeile bietet Sichtbarkeit für Hilfsangebote

Der Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt der Stadt Papenburg hat sich mit dem Ziel beschäftigt, über das oft tabuisierte Thema Häusliche Gewalt aufzuklären. Durch die Anpassung eines erfolgreichen Projektes aus Meppen wird vom 8. bis 17. Mai eine Schutzmeile geschaffen, die an insgesamt 34 Standorten in der Stadt informative Plakate und Anlaufstellen präsentiert.

Kreative Mitwirkung aus der Gemeinschaft

Die Initiatoren haben interessierten Einzelhändlern und Einrichtungen bereits im Februar das Konzept vorgestellt. Schnell entwickelten sich kreative Ideen, um die Schaufenster und Schaukästen zur Verfügung zu stellen. Jedes Plakat zeigt nicht nur Unterstützung für Betroffene, sondern verlinkt auch relevante lokale Hilfsangebote. Zudem wird die UN Frauenrechtskonvention in Form eines Posters von der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung e.V. präsentiert, unterstützt durch niedersächsische Landesmittel in Höhe von etwa 3.000 Euro.

Umfangreiche Aktionen und Angebote

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Melanie Schröder, betont die Bedeutung dieser Förderung für das Projekt. „Ohne diese Finanzierung wäre der Umfang der Schutzmeile erheblich kleiner ausgefallen“, so Schröder. Neben informativen Materialien wird es auch attraktive Giveaways, wie Taschen mit der Papenburger Skyline, geben. Diese enthalten neben Informationen zum Thema auch kleine Geschenke für die Besucher.

Ein bemerkenswerter Aspekt der Schutzmeile ist die dezent platzierte Werbung, die dennoch wichtige Informationen bereitstellt. Auf Bierdeckeln, die für ein gemütliches Ambiente sorgen, sind beispielsweise Notfallkontakte abgedruckt, während die Oberseite einen unverfänglichen Eindruck vermittelt. Die Fotografin Melanie Börger hat darüber hinaus ein eindrucksvolles Shooting organisiert, das die Thematik visuell ansprechend darstellt.

Gabriele Middendorf (Caritasverband für den Landkreis Emsland), Silvia Wollert (Stadt Papenburg), Stefanie Blöchl-Ohlmann (Kinderschutzbund), Melanie Schmitz-Drees (Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen), Tamara Düffels (Diakonisches Werk Emsland-Bentheim), Julia Borchers (Landkreis Emsland), Andrea Bruns-Schneider (DRK-Kreisverband Emsland e.V.), Ulrike Appeldorn (Diakonisches Werk Emsland-Bentheim), Helen Wessels (DRK-Kreisverband Emsland e.V.), Melanie Schröder (Stadt Papenburg)

Die Aktion zielt darauf ab, die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren. Der Bundeskriminalamt berichtet von erschreckenden Zahlen: im vergangenen Jahr wurden 265.942 Opfer häuslicher Gewalt registriert. „Wir müssen als Gesellschaft aufstehen und klar Stellung beziehen“, fordert Börger und unterstützt damit das Anliegen des Arbeitskreises.

Während des Aktionszeitraums wird der Arbeitskreis auch mit einem Stand auf der Blaulichtmeile präsent sein. Hier haben Interessierte die Möglichkeit, sich direkt zu informieren. Zusätzlich wird die Gleichstellungsbeauftragte während dieses Zeitraums im Kreativdeck für Fragen zur Verfügung stehen.

Titelbild: Foto von links nach rechts: Melanie Schröder (Stadt Papenburg), Tamara Düffels (Diakonisches Werk Emsland-Bentheim), Melanie Schmitz-Drees (Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen), Melanie Börger (Melboe PHOTOGRAPHY), Karin Schneider (Kita Nautilus), Ulrike Appeldorn (Diakonisches Werk Emsland-Bentheim), Gabriele Middendorf (Caritasverband für den Landkreis Emsland)

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