Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) äußert scharfe Kritik an der jüngsten GKV-Reform der Bundesregierung. Präsident Bernd Meurer warnt vor den negativen Auswirkungen auf ambulante Pflegedienste und die Tarifentlohnung.
Kritik an der GKV-Reform
Berlin – Der Präsident des bpa, Bernd Meurer, hat die von der Bundesregierung beschlossene GKV-Reform als unzureichend und schädlich für die Pflegebranche bezeichnet. „Warken spart, als hätte sie mit künstlicher Intelligenz die einfachste Lösung suchen wollen“, sagte Meurer. Laut bpa bringt das Gesetz die ambulanten Pflegedienste in eine existenzielle finanzielle Unsicherheit.
Gefahr für die Pflegequalität
Meurer kritisierte insbesondere die geplanten Einsparungen, die seiner Meinung nach mit einer „Gießkanne“ an allen Enden angesetzt werden. Dies habe zur Folge, dass die Tarifentlohnung in der Pflege bedroht werde. In einem Moment, in dem Fachkräfte benötigt werden, sei dies eine fatale Entscheidung. „So reformiert man das Gesundheitssystem nicht, so macht man es kaputt“, so Meurer weiter.
Forderung nach Nachbesserung
Die Abgeordneten des Bundestages seien nun gefordert, den Wegfall der Tarifrefinanzierung im SGB V zu verhindern. Der bpa appelliert eindringlich, die Relevanz einer angemessenen Vergütung für Pflegekräfte ernst zu nehmen, um so den Beruf attraktiver zu gestalten. „Wir brauchen mehr Menschen, die sich für den Pflegeberuf entscheiden. Stattdessen konfrontiert die Bundesregierung die Branche mit massiven Einschnitten,“ fügte Meurer hinzu.
Für Rückfragen steht der Hauptgeschäftsführer des bpa, Norbert Grote, unter der Telefonnummer 030/30 87 88 60 zur Verfügung.

