SpongeWorks: Neue Messstellen für Wasserrückhalt in NRW

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Im Rahmen des EU-Projektes SpongeWorks hat der Landkreis Grafschaft Bentheim neue Messstellen installiert, um die Wasserstände von Oberflächengewässern und Grundwasser zu erfassen. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Projekts zur Verbesserung des Wasserrückhalts in der Region.

Messstellen für präzise Daten

Im Gebiet um den Engdener Bach und die Kruhbecke sind seit kurzem mehrere neue Messstellen eingerichtet worden. Diese bestehen aus langen Stahlrohren sowie leuchtend roten Rohren, die aus dem Boden ragen. Die installierten Datenlogger messen systematisch die Pegelstände und Wasserstände sowohl in Oberflächengewässern als auch im Grundwasser. Diese Daten sind essenziell, um die Wirksamkeit der geplanten Wasserhalte- und Rückhaltmaßnahmen zu überprüfen.

Ziele des SpongeWorks-Projektes

SpongeWorks zielt darauf ab, die Anpassung von Landschaften an klimatische Extremereignisse wie Überschwemmungen und Dürre zu fördern. Im Fokus stehen Regionen, die durch Schwammmaßnahmen die Speicherung von Wasser in der Landschaft optimieren können. Die Grafschaft Bentheim ist hier eine von mehreren internationalen Fallstudien, die auch Gebiete in Frankreich und Griechenland umfasst. Tessa Clemens, die das Projekt koordiniert, erläutert: „Wir möchten Lösungen entwickeln, um Wasser besser in der Landschaft zurückzuhalten und die Grundwasserneubildung zu fördern.“

Kollaboration mit örtlichen Akteuren

Im Projektgebiet Engdener Bach und Kruhbecke sollen regelbare Stauen und Sohlgleiten dazu beitragen, dass Wasser zurückgehalten und das Grundwasser angereichert wird. Auf Grundlage von Vorschlägen zum Wassermanagement wurden in Zusammenarbeit mit Landwirten standortgerechte Lösungen erarbeitet. Das Monitoring durch die neuen Messstellen wird eine fundierte Grundlage für weitere Empfehlungen bieten, die auch jenseits der Grafschaft Gültigkeit haben könnten. „Wir erhoffen uns durch die Messdaten eine wissenschaftlich fundierte Bewertung der Maßnahmen“, so Clemens. Die Implementierung dieser wasserwirtschaftlichen Maßnahmen im Bereich des Engdener Baches soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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