Die EU-Kommission hat ihre Überprüfung der Entwaldungsverordnung veröffentlicht. Die angestrebten Korrekturen stoßen auf scharfe Kritik von der Baubranche.
Baubranche zeigt sich enttäuscht
Die EU-Kommission hat heute die Überprüfung der Entwaldungsverordnung vorgestellt, doch die Ergebnisse bleiben hinter den Erwartungen zurück. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), äußert sich enttäuscht über die fehlenden Reformen und betont die verpasste Chance für einen echten Bürokratieabbau. Anstelle eines umfassenden Änderungsgesetzes plant die Kommission lediglich die Einführung neuer Orientierungshilfen, um bestehende Fehler zu reparieren.
Fehlende Fortschritte bei Sorgfaltspflichten
Die Baubranche sieht die unzureichenden Korrekturen als Mangel an Entschlossenheit seitens der Kommission. „Die letztjährige Novellierung, die durch die deutsche Bundesregierung angestoßen wurde, war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Doch es ist unverständlich, warum die Kommission diesen Weg nicht konsequent weiterverfolgt“, sagte Pakleppa. Die bestehenden Sorgfaltspflichten, die Betriebe zur genauen Nachverfolgung von Produkten in der Lieferkette zwingen, bleiben weiterhin bestehen. Solche Regelungen sind nicht nur eine Belastung, sondern widersprechen den ursprünglichen Absichten des Gesetzgebers.
Kritik an Drittländer-Regularien
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Anforderung an die rechtskonforme Erzeugung in Drittländern. Diese Regelungen sind nicht nur unpraktisch, sondern auch kaum umsetzbar, was die betroffenen Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Der ZDB fordert hier dringend praktikable Lösungen und ein förmliches Änderungsgesetz, um tatsächlich effektive und umsetzbare Regularien zu schaffen.

