Barrieren abbauen: HI fordert Rechte für geflüchtete Menschen

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Zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen macht Handicap International auf die Benachteiligung geflüchteter Menschen mit Behinderungen in Deutschland aufmerksam. Die Organisation fordert Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

Gleiche Rechte für alle

Handicap International (HI) hat anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai auf die Missstände für geflüchtete Menschen mit Behinderungen in Deutschland hingewiesen. Die Organisation bemängelt insbesondere die mangelnde gleichberechtigte Teilhabe und die unzureichende Versorgung dieser vulnerable Gruppe.

Kürzungen und ihre Folgen

Die Pläne der Regierung, unabhängige Beratungsangebote wie die Asylverfahrensberatung einzustellen und Kürzungen in der Eingliederungshilfe durchzusetzen, werden als alarmierend empfunden. Sophia Eckert, politische Referentin im Programm Crossroads von Handicap International, erklärte: „Geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen sind Teil unserer Gesellschaft. Statt Kürzungen bei Angeboten und Leistungen brauchen wir verbindliche, nachhaltige Lösungen, die die Rechte und Bedarfe dieser Menschen berücksichtigen.“ Diese geplanten Kürzungen verschärfen nicht nur die ohnehin schwierige Situation, sondern gefährden auch die Integration der betroffenen Personen.

Forderungen für eine inklusive Gesellschaft

Handicap International fordert eine umfassende Strategie zur Förderung der Inklusion geflüchteter Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören:

  • Eine inklusive Migrations- und Flüchtlingspolitik, die die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) umsetzt und Barrieren abbaut.
  • Ein bundeseinheitliches Verfahren zur Identifizierung der besonderen Bedürfnisse von geflüchteten Menschen mit Behinderungen.
  • Ein bedarfsgerechter Zugang zu medizinischen, psychosozialen und pflegerischen Leistungen sowie zu Hilfsmitteln und Teilhabeangeboten.
  • Barrierefreie Unterbringungsformen und inklusive Zugänge zu Bildung und Arbeit.

Die Organisation betont die Notwendigkeit, dass geflüchtete Menschen mit Behinderungen von Anfang an die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Es ist unstrittig, dass eine solidarische und inklusive Welt für alle angestrebt werden muss.

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