Am 7. Mai 2026 findet der IHK-Tag der DIHK mit prominenter Teilnahme statt. DIHK-Präsident Peter Adrian fordert umfassende Reformen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu steigern.
Vereinfachungsagenda für Deutschland
Im Rahmen des diesjährigen IHK-Tages wird die DIHK eine umfassende Vereinfachungsagenda präsentieren. DIHK-Präsident Peter Adrian äußerte, dass Deutschland aufgrund von übermäßiger Bürokratie und langwierigen Genehmigungsverfahren im internationalen Wettbewerb an Attraktivität verloren hat. Am 7. Mai 2026 werden zu diesem Thema mehr als 800 Teilnehmende in Berlin erwartet, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz.
Bürokratie kosten Wirtschaft Milliarden
„Die deutsche Bürokratie muss dringend entrümpelt werden“, fordert Adrian. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt betragen die Bürokratiekosten in Deutschland bereits 64 Milliarden Euro jährlich, während der wertschöpfungsbezogene Schaden mit 146 Milliarden Euro noch größer ist. Adrian weist darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer immer mehr Zeit mit administrativen Aufgaben verbringen, anstatt sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Vor allem die Gründung und Übernahme von Unternehmen wird durch langwierige Verfahren erschwert, was die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft bremst.
Innovationen und schnelle Unternehmensgründungen anstoßen
Die DIHK schlägt vor, die Gründung von Unternehmen durch vollautomatisierte Verfahren zu erleichtern, um Gründungen innerhalb von 24 Stunden zu ermöglichen. Um Innovationen gezielt zu fördern, müsse zudem ein stabiler finanzieller Rahmen geschaffen und der Zugang zu Fördermitteln vereinfacht werden. Adrian hebt hervor, dass es verlässliche Strukturen und starke regionale Netzwerke braucht, um deutsche Talente und Ideen zu fördern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung der Verwaltungsprozesse. Die DIHK fordert verbindliche Zeitpläne und digitale Standards, damit Unternehmen sämtliche Angelegenheiten online abwickeln können, von der Gründung bis zur Genehmigung. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen mutigen, pragmatischen Reformkurs“, appelliert Adrian. Dieser müsse darauf abzielen, den Standort Deutschland international wettbewerbsfähig zu halten und Arbeitsplätze zu sichern.
Einige der Projekte, die Bundeskanzler Merz beim IHK-Tag besuchen wird, umfassen innovative Ansätze wie die Ausbildung von Energie-Scouts, die in Unternehmen Effizienzmaßnahmen umsetzen und somit zur Kostenreduzierung sowie zur Nachhaltigkeit beitragen. Zudem wird das voll digitale Ursprungszeugnis, welches die IHK München und Oberbayern eingeführt hat, präsentiert, um den internationalen Warenverkehr zu vereinfachen.

