MINT-Fachkräftemangel: 30.000 Stellen im Norden unbesetzt

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In der Metall- und Elektroindustrie des Nordens fehlen weiterhin rund 30.000 MINT-Fachkräfte. Dies zeigt der aktuelle MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft und fordert dringende Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.

MINT-Fachkräftemangel in Norddeutschland

Der Mangel an Fachkräften im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) macht sich in der Metall- und Elektroindustrie der fünf norddeutschen Bundesländer bemerkbar. Es fehlen derzeit rund 30.000 MINT-Fachkräfte, während die bundesweite Zahl fast 134.000 erreicht. Thomas Küll, Mitglied der Geschäftsleitung von NORDMETALL, betont die Wichtigkeit dieser Berufe: „Die Metall- und Elektroindustrie ist zentral für die Technologie-, Innovations- und Verteidigungsfähigkeit unseres Landes“, erklärt er.

Forderungen zur Verbesserung der Situation

Küll hebt hervor, dass Politik und Verwaltung anpassungsfähige Rahmenbedingungen schaffen müssen, damit Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen können. „Wir brauchen keine ‚Gießkannendenke‘, sondern strategische Ansätze, um die MINT-Fachkräftesicherung voranzutreiben“, fordert er. Dabei sind nicht nur Schulen und Hochschulen gefragt, auch die Unternehmen müssen genutzt werden, um regionale Lösungen zu entwickeln und Freiräume zum Handeln zu bekommen.

Verteilung der fehlenden Fachkräfte

Die MINT-Fachkräftelücke ist differenziert und zeigt, dass vor allem dual ausgebildete Fachkräfte gefragt sind. 58 Prozent der Lücken betreffen Facharbeiterinnen und Facharbeiter, 33 Prozent Akademikerinnen und Akademiker, während der Rest auf Meisterinnen, Meister sowie Technikerinnen und Techniker entfällt. Die engsten Engpässe finden sich in den Bereichen Energie- und Elektroberufe (48.900), Metallverarbeitung (26.500), Bau (26.400) sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik (22.900).

Küll verdeutlicht, dass es dringend strategische Maßnahmen entlang der gesamten Bildungskette braucht. Dazu zählen praxisorientierte Berufsorientierung, verlässliche Ganztagsbetreuung sowie eine Integrationskultur für ausländische Fachkräfte. Obwohl sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert hat, sind die unbesetzten Stellen weiterhin eine große Herausforderung für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

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