Der DIHK betont die Attraktivität der dualen Ausbildung im neuesten Berufsbildungsbericht 2026. Trotz eines Rückgangs bei den Ausbildungsverträgen zeigt die Anzahl der Bewerber, dass junge Menschen die duale Ausbildung schätzen.
Attraktivität der dualen Ausbildung bleibt ungebrochen
In der aktuellen Debatte über den Berufsbildungsbericht 2026 hat Nico Schönefeldt, Bereichsleiter Ausbildung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), klargestellt, dass der Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nicht die Attraktivität der dualen Ausbildung in Frage stellt. Vielmehr zeigt derSprung an Bewerber:innen, dass immer mehr junge Menschen die duale Ausbildung als einen vielversprechenden Karriereweg betrachten.
Herausforderungen bei der Passgenauigkeit
Trotz des großen Interesses an Ausbildungsplätzen bleibt die Passgenauigkeit ein ernstes Problem. Viele Betriebe berichten von Schwierigkeiten, geeignete Kandidat:innen zu finden, da oft grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen fehlen. Auch das Arbeits- und Sozialverhalten der Bewerber:innen stellt eine Hürde dar, die den Einstieg in die Ausbildung erschwert. Aktuell gibt es mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als Bewerber ohne alternative Perspektiven, was die Notwendigkeit einer Verbesserung der Ausbildungsbedingungen unterstreicht.
Die duale Ausbildung als Erfolgsmodell
Trotz der Herausforderungen wird die duale Ausbildung weiterhin als Erfolgsmodell angesehen. Die Mehrheit der Auszubildenden besteht ihre Prüfungen und wird anschließend in den jeweiligen Unternehmen übernommen. Schönefeldt sieht hierin ein starkes Signal für junge Menschen, aber auch für die Leistungsfähigkeit des deutschen Ausbildungssystems.
Mit Blick auf die demografischen Veränderungen wird betont, dass alle Potentiale genutzt werden müssen. Eine frühzeitige, praxisnahe Berufsorientierung, mehr Einblicke in betriebliche Abläufe und die bessere Nutzung von Unterstützungsangeboten wie der Einstiegsqualifizierung sind entscheidend. Diese Instrumente müssen weiter bekannt gemacht und zielgerichtet eingesetzt werden, um die Herausforderungen im Ausbildungsmarkt zu meistern.

