Kompetenzen zählen: Hochschultyp irrelevant für Arbeitgeber

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Digitale Realität

Eine neue Umfrage zeigt, dass Personalentscheider:innen in Deutschland vor allem auf fachliche Qualifikationen und praktische Erfahrungen achten. Der Hochschultyp, ob privat oder staatlich, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. 60,9 Prozent der Befragten machen keinen Unterschied zwischen den beiden Abschlüssen.

Fachliche Qualifikationen im Fokus

Für Arbeitgeber:innen haben die Kompetenzen der Bewerber:innen oberste Priorität. Eine repräsentative Umfrage unter 500 Personalverantwortlichen hat ergeben, dass lediglich 4,4 Prozent das Renommee der Hochschule und 6,1 Prozent den Hochschultyp bei der Einstellung berücksichtigten. Im Gegensatz dazu sind 61 Prozent der Befragten der Meinung, dass die fachliche Qualifikation entscheidend ist. Auch praktische Erfahrung (54,5 Prozent) sowie soziale Kompetenzen (52,8 Prozent) spielen eine wesentliche Rolle. Die Abschlussnote wird nur von 16,2 Prozent der Entscheider:innen beachtet.

Unterschiedliche Ansichten je nach Generation

Die Umfrage zeigt auch generational bedingte Unterschiede. Während fast 90 Prozent der Generation Z (18-29 Jahre) Wert auf das Renommee ihrer Hochschule legen, sind ältere Generationen wie die Generation X (40-49 Jahre) und die Babyboomer (65+) stärker auf fachliche Qualifikationen und soziale Fähigkeiten fokussiert. 72,5 Prozent der Generation X legen Wert auf die fachliche Qualifikation, während 83,6 Prozent der Babyboomer soziale Fähigkeiten als entscheidend erachten.

Hochschultyp meist irrelevant

Auf die Frage, ob ein Abschluss von einer privaten Hochschule die Einstellung begünstigt oder behindert, gaben über 60 Prozent der Befragten an, dass dies keinen Unterschied mache. Nur 13,6 Prozent bevorzugen Absolvent:innen staatlicher Hochschulen. Interessant ist die Wahrnehmung der Qualifikationen: Private Hochschulen werden häufig mit Praxisnähe (22,4 Prozent) und Digitalkompetenz (23,2 Prozent) assoziiert, während staatliche Hochschulen eher mit sozialen Kompetenzen (15,2 Prozent) verbunden werden. Sagi Hartov, CEO der GUS Germany GmbH, betont: „Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bewertungskriterien im Recruiting verschieben: Fachliche Qualifikationen und Praxiserfahrungen sind entscheidend. Für Bewerber:innen bedeutet das, dass sie sich verstärkt auf ihre Fähigkeiten konzentrieren sollten.“

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