In einem Treffen in Lüneburg wurde ein umfassendes Handlungsprogramm zur Verbesserung der Fährverbindungen in Neu Darchau und Bleckede vorgestellt. Vertreter der lokalen Verwaltung und des Landes haben gemeinsam Maßnahmen erarbeitet, um die verlässlichen Fährverkehre über die Elbe zu optimieren.
Gemeinsame Anstrengungen für bessere Fährverbindungen
Die Bürgermeister, Landräte und Landesvertreter in Niedersachsen haben sich auf konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Fährverbindungen in der Region verständigt. Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär des Niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums, betonte die Wichtigkeit dieser Initiative: „Wir haben die Erarbeitung eines neuen Handlungsprogramms zur Verbesserung der Fährverkehre in Neu Darchau und Bleckede abgeschlossen.“ In nur vier Monaten wurden zahlreiche Ideen und Ansätze entwickelt, die nun realisiert werden sollen.
Konkrete Maßnahmen und Fördermöglichkeiten
Ein zentraler Aspekt des Programms sind die bereits geplante Niedrigwasserfähre für Neu Darchau. Bürgermeister Reinhard Siebolds erklärte, dass die Vorbereitungen für die Anschaffung der Fähre bereits laufen und das Land eine Förderung zugesichert hat. Zudem wird die Region auch andere Förderprogramme nutzen können, wie die EU-LEADER-Förderung, um kleinere Infrastrukturmaßnahmen zu unterstützen.
Eine weitere wichtige Maßnahme betrifft die Anschaffung einer kleinen Personen- und Fahrradfähre. Diese soll einspringen, wenn die großen Fähren in Bleckede oder Neu Darchau ausfallen. Jürgen Meyer, Samtgemeindebürgermeister Elbtalaue, betonte die besondere Relevanz dieser Fähre für Schüler, die auch in Niedrigwasserphasen pünktlich zur Schule kommen sollen.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Die Gesprächspartner sind sich einig, dass eine zügige Umsetzung des Handlungsprogramms notwendig ist. Karin Beckmann, Landesbeauftragte für Nordost-Niedersachsen, hob hervor, dass trotz unterschiedlicher Ansichten zur langfristigen Verbesserung der Elbquerung die regionalen Akteure eine gemeinsame Vision verfolgt haben. „Wir benötigen in unserer Region hier und jetzt verlässliche und gute Fährverbindungen“, so Beckmann.
Die Herausforderung bleibt, dass die Elbe als naturnaher Fluss oft unberechenbar ist und die Fähren bei extremen Wetterbedingungen dennoch regelmäßig fahren müssen. Der Landrat Jens Böther betonte die Bedeutung eines Planfeststellungsbeschlusses für eine Elbbrücke, um mittelfristig eine alternative Lösung anzubieten.
Die betroffenen Gemeinden arbeiten bereits seit Jahren an der Verbesserung des Fährangebots und freuen sich nun auf die geplanten Investitionen. Ludwig Neumann, Bürgermeister von Bleckede, hob hervor: „Die beste Fähre nützt nichts, wenn die Fahrrinne versandet.“ Umso wichtiger sind Maßnahmen zur Ausbaggerung der Fahrrinne, die ebenfalls im Handlungsprogramm festgehalten werden.

