Verkehrssicherheit im Fokus: Reform der Fahrausbildung

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Der TÜV-Verband begrüßt die Reform der Fahrausbildung, warnt jedoch vor möglichen Gefahren für die Verkehrssicherheit. Effizienzgewinne sollen erzielt werden, ohne Abstriche in der Qualität zu machen.

Effizienzsteigerung bei der Fahrausbildung

Berlin, 6. Mai 2026 – Der TÜV-Verband sieht in den finalen Eckpunkten zur Reform der Fahrausbildung einen wichtigen Schritt in Richtung Modernisierung des Führerscheinerwerbs. Insbesondere die angestrebte Kostensenkung wird als positiv erachtet, allerdings muss die Umsetzung sorgfältig erfolgen, um keine Einbußen bei der Verkehrssicherheit hinzunehmen. Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit, betont: „Das erreichte Verkehrssicherheitsniveau von Fahranfängerinnen und Fahranfängern ist ein großer Erfolg, der gesichert werden muss.“

Prüfungsinhalte anpassen, aber nicht aufweichen

Die geplante Verkürzung der praktischen Fahrzeit sowie die Reduktion des Fragenkatalogs für die theoretische Prüfung sind aus Sicht des TÜV-Verbands nachvollziehbar, unter der Voraussetzung, dass diese Anpassungen gezielt durchgeführt werden. „Es ist wichtig, dass die Führerscheinprüfungen weiterhin die sichere Fahrkompetenz und Regelkenntnis bewerten“, so Zaneta. Die Überarbeitung der Prüfungsinhalte soll differenziert erfolgen, wobei sicherheitsrelevante Aspekte nicht vernachlässigt werden dürfen. Zenata warnt jedoch, dass durch die Reform keine signifikanten Kosteneinsparungen zu erwarten sind, da die Prüfgebühren einen kleinen Teil der Gesamtkosten für den Führerscheinerwerb ausmachen.

Lernstandskontrollen für eine bessere Vorbereitung

Ein zentraler Kritikpunkt des TÜV-Verbands ist das Fehlen von verpflichtenden Lernstandskontrollen in den Reformplänen. Diese Kontrollen könnten den Lernfortschritt der Fahrschüler:innen systematisch überwachen und frühzeitig auf mögliche Defizite hinweisen. „Ohne diese Orientierung könnte es zu einer Erhöhung der Fehlversuche in den Prüfungen kommen“, warnt Zaneta. Sie plädiert dafür, Lernstandskontrollen im weiteren Verlauf der Reform verbindlich zu integrieren, um die Fahrschüler optimal auf die Prüfungen vorzubereiten.

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