Studie: Junge nutzen KI lieber als Freunde

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Eine aktuelle Studie der Pronova BKK zeigt, dass immer mehr junge Deutsche Künstliche Intelligenz (KI) als Kommunikationspartner bevorzugen. 96 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI für persönliche Gespräche, sodass die Interaktion mit Chatbots zunehmend als normal angesehen wird.

KI im Alltag der Generation Z

Die Studie „KI-Nutzung im privaten Alltag 2026“ von Pronova BKK befragte 3.485 Personen und fand heraus, dass 40 Prozent der jungen Nutzer*innen den Austausch mit KI der Kommunikation mit Freunden vorziehen. Diese Tendenz ist besonders ausgeprägt unter den 18- bis 29-Jährigen, von denen 64 Prozent angeben, problemlos persönliche Themen mit KI-Chatbots zu besprechen. Diese Vorliebe könnte die zwischenmenschliche Kommunikation stark beeinflussen.

Gefahren der KI-Kommunikation

Patrizia Thamm, Referentin der Gesundheitsförderung bei Pronova BKK, warnt vor den potenziellen Folgen: „Unsere sozialen Fähigkeiten verarmen, wenn wir der KI den Vortritt geben. Wir deprivieren wichtige Erfahrungen, die wir im Austausch mit Menschen machen.“ Dies betrifft nicht nur die Fähigkeit zur Selbstreflexion, sondern auch zur Konfliktfähigkeit. Trotz der Vorzüge der schnellen Informationsbeschaffung ist das Vertrauen in fehlerhafte KI-Antworten beunruhigend: 82 Prozent der Nutzer*innen überprüfen die Ergebnisse kaum.

KI als Niedrigschwelliger Gesprächspartner

Die Studie weist auch darauf hin, dass KI für einsame Menschen eine wertvolle Hilfe sein kann. 70 Prozent der unter 30-Jährigen glauben, dass KI in der Einsamkeit unterstützen kann. Doch Thamm mahnt: „KI sollte nicht als primäre Quelle für emotionale Nähe oder soziale Bestätigung dienen.“ Eine sinnvolle Nutzung wäre, KI für Inspiration und Orientierung zu nutzen, während menschliche Beziehungen nicht vernachlässigt werden sollten. Die richtige Balance zwischen KI und menschlicher Interaktion bleibt entscheidend.

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