Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi begrüßt einen neuen Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung bei Organspenden. Die Initiative zielt darauf ab, die Organspendebereitschaft in Deutschland zu erhöhen und damit Leben zu retten.
Neue Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung
Am Donnerstag stellen Bundestagsabgeordnete eine fraktionsübergreifende Initiative mit dem Titel „Paradigmenwechsel in der Organspende – Widerspruchsregelung jetzt“ vor. Dieses Gesetz soll die Widerspruchslösung für Organspenden einführen. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi unterstützt diesen Vorstoß und betont die Dringlichkeit einer solchen Regelung.
Aktuelle Situation in der Organspende
Trotz einer marginalen Steigerung der Organspenden im letzten Jahr zeigt sich, dass die Organspendebereitschaft in Deutschland nicht ausreichend erhöht werden konnte. Seit Jahren verharren die Zahlen auf einem niedrigen Niveau, was für viele Patienten auf den Wartelisten fatale Konsequenzen hat. Minister Philippi erklärt: „Trotz der 985 Organspenden im Jahr 2025, was einen Höchststand seit 2012 bedeutet, reicht dies nicht aus, um die Wartelisten zu verkürzen.“
Der Mensch im Mittelpunkt
„Die Gewissensentscheidung für oder gegen Organspende muss neu gefasst werden“, so Philippi. Viele Menschen würden sich nicht mit dem Thema befassen, was zu einer unzureichenden Anzahl an Spendern führt. „Es ist wichtig, dass die Bevölkerung die Möglichkeit hat, eine klare Entscheidung zu treffen. Jeder Tag, an dem es mehr Organspenden gibt, rettet Leben“, führt Philippi aus. Er hofft auf eine breite Unterstützung des Gesetzentwurfs, um den Menschen, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind, besser helfen zu können.

