Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition ist. Nur 12 Prozent sind mit den bisherigen Maßnahmen zufrieden, während 86 Prozent eine ernüchternde Bilanz ziehen.
Ein Jahr Regierung – Ein ernüchterndes Urteil
Ein Jahr nach dem Inkrafttreten der schwarz-roten Koalition in Deutschland zeigt die Bevölkerung eine deutliche Unzufriedenheit mit der bisherigen Regierungsarbeit. Laut einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap, durchgeführt unter 1.303 Wahlberechtigten, gaben nur 12 Prozent der Befragten an, mit den inhaltlichen Fortschritten der Regierung zufrieden zu sein. Dies verdeutlicht, dass 86 Prozent der Bevölkerung unzufrieden sind und mehrheitlich an den kompetenten Maßnahmen der Bundesregierung zweifeln.
Vertrauen in wirtschaftliche Fortschritte schwindet
Die Umfrage ergab, dass lediglich 24 Prozent der Deutschen der Meinung sind, die schwarz-rote Koalition sei in der Lage, die deutsche Wirtschaft zu stärken. Dies entspricht einem Rückgang von satten 31 Prozentpunkten im Vergleich zu den Werten im Juni 2025. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage nach sozialer Sicherheit: Nur 23 Prozent trauen der Regierung zu, hier signifikante Verbesserungen zu erzielen.
Die Herausforderungen in der Asyl- und Migrationspolitik stehen ebenfalls im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Nur 34 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Koalition in diesem Bereich adäquate Lösungen anbieten kann, ein Rückgang um 4 Punkte seit Juni 2025. Diese Zahlen reflektieren das wachsende Misstrauen in die Fähigkeit der Regierung, drängende gesellschaftliche Probleme anzugehen.
Uneinigkeit über die Durchsetzung in der Koalition
Bei der Frage, welche der beiden Parteien – CDU/CSU oder SPD – sich während der bisherigen Regierungszeit stärker durchgesetzt hat, zeigt sich ein geteiltes Bild. Etwa 30 Prozent der Befragten glauben, dass die Union dominanter war, während 22 Prozent die SPD favorisieren. Über ein Drittel (36 Prozent) sieht hingegen, dass beide Parteien gleich wenig oder gleich stark durchgesetzt haben.
Die schwarz-rote Koalition plant für Januar 2027 eine umfassende Steuerreform, doch die Finanzierung bleibt unklar. Insbesondere die Erhöhung der Einkommenssteuer für hohe Einkommen wird von 67 Prozent der Befragten als sinnvoll erachtet. 54 Prozent stehen einer höheren Besteuerung von hohen Erbschaften positiv gegenüber. Im Gegensatz dazu glauben 53 Prozent, dass die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für hohe Einkommen nicht der richtige Weg sei. Die Unsicherheit über die Umsetzung und die Akzeptanz solcher Vorschläge zeigt das bestehende Spannungsfeld zwischen den politischen Zielen der Koalition und den Erwartungen der Bevölkerung.
Insgesamt bleibt abzuwarten, ob die Regierung in der verbleibenden Legislaturperiode bis 2029 das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen kann und die Herausforderungen der gegenwärtigen Krisenbedingungen adäquat angeht.

