Drei ARD Produktionen für Prix Italia 2026 nominiert

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Die ARD hat drei Hörfunkproduktionen für den Prix Italia 2026 ausgewählt. Die renommierten Formate treten vom 28. September bis 2. Oktober in L’Aquila, Italien, an.

Nominationen im Überblick

Die Hörfunk-Jury der ARD hat drei herausragende Produktionen nominiert, die beim diesjährigen Prix Italia im internationalen Wettbewerb vertreten sein werden. In der Kategorie Feature wird die rbb-Produktion „Chronik einer Abschiebung“ von Maria Caroline Wölfle und Johanna Sagmeister unter der Regie von Guiseppe Maio vorgestellt. Diese eindringliche Produktion beleuchtet die komplexen und oft tragischen Umstände von Abschiebungen in Deutschland.

Hörspiel und Musikproduktion

Für die Kategorie Hörspiel fiel die Wahl auf die Koproduktion von NDR und DLF mit dem Titel „Die Erschöpften“. Der Text und die Regie stammen von Oliver Sturm und sorgen für eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Erschöpfung und ihren Ursachen.

In der Musikkategorie wurde die Koproduktion von SWR und WDR „Vier Töne gegen Stalin – Der Fall Schostakowitsch“ nominiert. Unter der kreativen Leitung von Malte Hemmerich (Folgen 1, 2, 4) und Felix Kriewald (Folge 3) vermittelt das Stück einen beeindruckenden Einblick in die Komplexität von Schostakowitschs Werk im historischen Kontext.

Die Jurymitglieder und der Wettbewerb

Die Vorjury unter dem Vorsitz von Jona Teichmann, Programmdirektorin Deutschlandradio, tagte am 13. Mai. Zu den Mitgliedern der Jury gehören Gabriela Hermer (rbb), Michael Lissek (SWR), Elena Zieser (WDR), Anette Kührmeyer (SR), Detlef Krenge (BR), Beate Stender (NDR) sowie die Hörfunkkritiker:innen Cosima Lutz und Stefan Fischer. Das Sekretariat für die Einreichungen wird vom Südwestrundfunk in Baden-Baden geführt, verantwortlich ist SWR Kulturchef Wolfgang Gushurst.

Der Prix Italia ist die älteste und bedeutendste internationale Auszeichnung für Radio, Fernsehen und Internet. Mehr als 45 Länder sind Partner und ständige Teilnehmer dieses prestigeträchtigen Wettbewerbs, der 1948 gegründet wurde. Der diesjährige Wettbewerb findet im malerischen L’Aquila statt und bietet einen Rahmen für den Austausch und die Anerkennung innovativer Medienproduktionen.

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