Gerade im Libanon: Vier Kinder täglich in Gefahr

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Im Libanon werden trotz der bestehenden Waffenruhe täglich mehr als vier Kinder getötet oder verletzt. Dies berichtet die Organisation Save the Children und fordert Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Kinder.

Die anhaltende Gewalt im Libanon

Die seit dem 17. April geltende Waffenruhe im Libanon hat die Sicherheitslage für Kinder nicht verbessert. Allein in den ersten 25 Tagen nach Inkrafttreten der Waffenruhe wurden laut libanesischem Gesundheitsministerium 22 Kinder getötet und 89 verletzt. Dies bedeutet, dass die Gewalt seit der aktuellen Konflikteskalation am 2. März fast 200 Kinder das Leben gekostet hat. Insgesamt sind seit Beginn der Auseinandersetzungen etwa 2.900 Menschen im Libanon ums Leben gekommen.

Schutzlose Kinder und überfüllte Notunterkünfte

Mehr als eine Million Menschen sind durch die Gewalt im Libanon zur Flucht gezwungen worden. Zahlreiche Familien suchen Unterschlupf bei Verwandten oder in Notunterkünften. Die Zahl der Menschen in Sammelunterkünften stieg seit der Waffenruhe um fünf Prozent. Überfüllte Räume und das Fehlen grundlegender hygienischer Einrichtungen führen zu einer erhöhten Ansteckungsgefahr mit Krankheiten wie Krätze. Viele Kinder zeigen gesundheitliche und emotionale Probleme: Eltern berichten von Veränderungen im Verhalten ihrer Kinder, wie Appetitlosigkeit und Schlafstörungen.

Schulen als Zufluchtsort

Die Bildung für viele Kinder ist kaum mehr realisierbar. Schulen werden teilweise als Notunterkünfte verwendet, und Online-Unterricht ist häufig aufgrund von schlechtem Strom oder instabilen Internetverbindungen nicht möglich. Ein Beispiel hierfür ist die zehnjährige Tala*, die aus dem Südlibanon fliehen musste und nun in einer Notunterkunft lebt. Sie äußert den Wunsch, in ihr Dorf zurückzukehren und wieder in ihrem eigenen Bett zu schlafen. „Ich vermisse die Schule sehr,“ sagt sie und sehnt sich danach, ihre Freunde und Lehrer wiederzusehen. Angesichts des bevorstehenden Treffens zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington am 14. Mai fordert Save the Children die internationale Gemeinschaft auf, sich für einen dauerhaften Waffenstillstand und eine nachhaltige finanziellen Hilfe zu engagieren. Die Organisation ermöglicht seit 1953 Hilfe im Libanon, indem sie Bargeld, Bildungsressourcen und lebensnotwendige Hilfsgüter bereitstellt und psychosoziale Unterstützung bietet.

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