Mit dem Vatertag beginnt die Grillsaison in Deutschland. Doch viele Verbraucher wissen nicht, dass die meisten Grillkohlen ein hohes Risiko für Umwelt und Klima bergen. Der WWF und FSC Deutschland informieren darüber, wie umweltbewusstes Einkaufen beim Grillen helfen kann.
Grillkohle aus illegalem Einschlag
Deutschland hat 2023 über 100.000 Tonnen Holzkohle importiert, wobei viele der Quellen aus tropischen Wäldern stammen. Laut einer Marktanalyse des WWF aus 2018 ist besonders alarmierend, dass 61 Prozent der in Deutschland getesteten Grillkohlen als hochrisikobehaftet eingestuft werden. Diese Kohlen enthalten häufig Tropenholz, was nicht nur den Regenwald gefährdet, sondern auch gegen bestehende Gesetze verstößt.
Aktuelle Tests, darunter auch einer von der Stiftung Warentest, haben immer wieder gezeigt, dass ein erheblicher Teil der Grillkohle ohne erkennbare Herkunftsangaben verkauft wird. Die Verbraucher werden oft im Unklaren gelassen und sind somit ungewollt Teil eines umweltschädlichen Systems.
Grillen mit Verantwortung: FSC-zertifizierte Kohle wählen
Eine einfache Möglichkeit, verantwortungsvoll zu grillen, ist das Achten auf das FSC-Kennzeichen. Diese Zertifizierung garantiert, dass das verwendete Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Das bedeutet, dass sowohl ökologische Standards als auch soziale Kriterien eingehalten werden. Für Grillfreunde ist diese nachhaltige Kohle in vielen Lebensmitteln im Einzelhandel, wie Edeka, sowie in Baumärkten wie HORNBACH und OBI erhältlich.
BAUHAUS erläutert, dass sie sich als Unternehmen aktiv für den Waldschutz und faire Lieferketten einsetzen. Durch die Unterstützung nachhaltiger Holzprodukte leisten Verbraucher nicht nur einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz, sondern genießen auch qualitativ hochwertige Produkte.
Langfristige Vorteile: FSC-zertifizierte Gartenmöbel
Das verantwortungsvolle Handeln endet nicht beim Grill. Auch bei der Auswahl von Gartenmöbeln kann FSC-zertifiziertes Tropenholz eine umweltfreundliche Option sein. Die ökonomische Nutzung dieser Wälder kann als Anreiz dienen, sie zu erhalten, anstatt sie in landwirtschaftliche Flächen umzuwandeln. Langlebige Harthölzer wie Teak oder Akazie sind ideal für Gartenmöbel und bieten mehr als nur kurzfristige Lösungen.
Um die Qualität dieser Möbel über Jahre zu sichern, ist regelmäßige Pflege entscheidend. Durch einfaches Ölen und eine sachgemäße Reinigung bleibt das Holz nicht nur optisch ansprechend, sondern verlängert auch seine Lebensdauer erheblich.
FSC-zertifizierte Produkte sind in vielen Geschäften erhältlich. Achten Sie beim Kauf auf das Baum-Logo mit Häkchen und nutzen Sie Online-Plattformen, um gezielt nach nachhaltigen Alternativen zu suchen.

