LMU erhält Förderung für neuen Sonderforschungsbereich

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Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat erfolgreich eine Förderung für einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) eingeworben. Der SFB widmet sich der Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Thrombosen und Entzündungen und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Fokus auf Thrombosen und Entzündungen

Die LMU hat in der jüngsten Bewilligungsrunde der DFG einen bedeutenden Zuschlag für einen Forschungsverbund erhalten. Der neue Sonderforschungsbereich (SFB) mit dem Titel „InTraC“ (The Interplay of Thrombosis and Inflammation – Translating molecular mechanisms into Clinical applications) soll die Beziehung zwischen Thrombosen und Entzündungen erforschen. Beide Faktoren sind entscheidend für das Verständnis und die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie entzündlichen Erkrankungen.

Medizinische Bedeutung und Wissenschaftlicher Neustart

Thrombosen sind eine der Hauptursachen für schwerwiegende herzmedizinische Probleme wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Trotz bestehender Vorsorgemaßnahmen bleibt die Gefahr durch Thrombosen konstant hoch. Der neue Forschungsansatz an der LMU zielt darauf ab, die Mechanismen hinter diesen Erkrankungen umfassender zu verstehen, um gezielte Therapien entwickeln zu können. Der Sprecher des SFB und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I an der LMU, Professor Steffen Massberg, betont: „Wir müssen die enge Verzahnung von Thrombose und Entzündung mechanistisch verstehen, um gezielt eingreifen zu können.“

Gemeinsame Anstrengungen zur Verbesserung der Therapie

Im Rahmen von InTraC kooperieren verschiedene Partnerinstitutionen, die ihre Expertise bündeln, um innovative Therapieansätze zu entwickeln. Dazu gehören der Einsatz von systembiologischen Analysen, Tiermodellen und modernster Bildgebung. LMU-Professor Konstantin Stark erklärt: „Ziel ist eine präzisere Diagnostik und eine gezielte Behandlung thromboinflammatorischer Erkrankungen.“ Die Forschungsergebnisse werden auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel Autoimmunerkrankungen und schweren COVID-19-Verläufen, von Bedeutung sein.

Zusätzlich zur Etablierung des neuen SFB wird die LMU auch weiterhin die Sprecheruniversität anderer erfolgreicher Forschungsprojekte sein und deren Förderungen fortsetzen. Dazu gehören SFB 1309 und SFB-Transregio 237 sowie SFB-Transregio 332, an denen die LMU aktiv beteiligt ist. Diese Fortsetzungen unterstreichen das Engagement der LMU für exzellente Medizinforschung in Deutschland.

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