In Wernigerode ziert eine neue Kunstinstallation die GWW-Giebelfronten. Metergroße Erdbeeren von Moritz Götze heißen Besucher willkommen und schaffen eine fröhliche Atmosphäre.
Kunst am Bau als Identitätsstifter
Der Hallenser Pop-Art-Künstler Moritz Götze hat erneut in Wernigerode Kunst installiert. Die fruchtigen Erdbeeren prangen an den Giebelfronten der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW) und begrüßen ab sofort Besucher und Einwohner der Stadt. Diese Kunstaktion steht im Zeichen des neu eröffneten ‚Karls Erdbeerhof‘, der als touristisches Highlight fungieren soll.
Nachhaltige Kunst für ein attraktives Stadtbild
Bereits 2023 begann Götze mit seiner Arbeit an den GWW-Gebäuden, als er mit einem beeindruckenden Wandbild, dem ‚Naturrausch‘, das Giebelhaus des Wellen-Ensembles verschönerte. Der ‚Blütensturm‘ bestand aus 60 Einzelteilen und sollte den Bewohnern der Stadt Frische und Lebensfreude vermitteln. Das aktuelle Erdbeerprojekt, das 2026 umgesetzt wurde, setzt diese Tradition fort und erweitert die künstlerische Identität des Viertels.
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann betont die Bedeutung der Kunst für die Aufwertung der Wohnviertel: „Kunst am Bau und moderne Freiraumgestaltung fördern die Identifikation der Bürger mit ihrem Quartier.“ Er führt weiter aus: „Unsere Initiativen sollen den Menschen nicht nur ein Zuhause bieten, sondern auch einen lebenswerteren Raum schaffen, der sie emotional anspricht.“
Ein nachhaltiges Wohnkonzept
Die GWW verwaltet in Wernigerode über 3.000 Wohneinheiten und legt großen Wert auf energieeffiziente Sanierungen. Bis 2030 wird eine vollständige energetische Sanierung der Plattenbauten angestrebt. Neben der nachhaltigen Bauweise strebt das Unternehmen auch an, mit Kunst am Bau ein einladendes und kreatives Stadtbild zu gestalten, das den Bewohnern ein Gefühl von Heimat vermittelt.
Oberbürgermeister Tobias Kascha lobte die Initiative und nannte die Installation der Erdbeer-Kunstwerke einen idealen Auftakt zum ersten Karls Erdbeerhof Pop-up-Festival. Die Verbindung von Kunst und Veranstaltung bietet den Bürgern eine willkommene Abwechslung und zeigt, wie Kultur und Gemeinschaftsförderung Hand in Hand gehen können.
Moritz Götze erklärte, dass die regionale Landschaft und Geschichte ihn stark inspirieren. Seine Arbeiten zielen darauf ab, eine lebendige, dynamische Atmosphäre zu schaffen, die das Stadtbild von Wernigerode nachhaltig prägen wird. Seine Verwendung von Materialien wie Emaille sorgt dafür, dass die Kunstwerke nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch langfristigen Bestand haben.

