Die Stadt Cloppenburg hat den Testlauf ihrer KI-Telefonassistentin KIRa nach sieben Monaten eingestellt. Die nicht erfüllten Erwartungen an Qualität und Verlässlichkeit führten zur Entscheidung, das System vorübergehend abzuschalten.
Testergebnisse der KI-Telefonassistentin KIRa
Im Oktober 2025 führte die Stadt Cloppenburg als erste Kommune im Landkreis einen KI-basierten Telefonassistenten, genannt KIRa, ein. Ziel war es, häufige Anfragen rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche zu beantworten. KIRa wurde vor allem im Bürgeramt und im Standesamt getestet, um Bürgeranfragen zu Themen wie Ausweispapieren, Hochzeiten oder Beurkundungen effizient zu bearbeiten.
Qualitätsmängel und falsche Verweise
Trotz initial positiver Rückmeldungen stieß die KI schnell an ihre Grenzen. Viele Antworten entsprachen nicht den Erwartungen der Bürger, was die Qualität und Verlässlichkeit der Informationen angeht. Besonders problematisch waren die häufig fehlerhaften Verweise auf die städtische Homepage und die Weiterleitung zu kompetentem Personal. Diese Mängel führten letztlich zur Entscheidung, KIRa vorübergehend abzuschalten und die Software einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.
Ausblick auf digitale Verwaltung
Das Feedback aus der Testphase wird nun genutzt, um die Programmierung der KI zu optimieren und gegebenenfalls intern weiter zu testen. Ob KIRa in der Zukunft ein hilfreiches Angebot für die Stadtverwaltung darstellen kann, bleibt abzuwarten. Dennoch ist die Stadt Cloppenburg entschlossen, den Weg in Richtung digitale Verwaltung weiterzugehen und alternative Lösungen in Betracht zu ziehen, die den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht werden.

