Rund 280.000 Menschen in Deutschland leben mit Multipler Sklerose (MS). Eine frühe und aktive Therapie kann entscheidend für die Lebensqualität und berufliche Zukunft der Betroffenen sein.
Neues Behandlungsverständnis bei Multiple Sklerose
Die Diagnose Multiple Sklerose kann einen einschneidenden Lebenswandel für Betroffene bedeuten. Oft treten Ängste auf: Was passiert mit meinem Job? Kann ich meinen Angehörigen gerecht werden? Medizinische Fachkräfte plädieren nun für einen proaktiveren Therapieansatz, um die Krankheit möglichst frühzeitig und nachhaltig in Schach zu halten. Das diesjährige Motto „Diagnose MS: Jetzt erst recht!“ der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) betont diese neue Herangehensweise.
Studie untersucht Auswirkungen früher Therapien
Eine aktuelle Studie, bekannt als CONFIDENCE-Studie, unterstützt diesen Meinungswechsel. Sie zeigt, dass Patientinnen und Patienten mit schubförmiger MS, die frühzeitig mit einer hochwirksamen Therapie behandelt wurden, innerhalb von 24 Monaten signifikante Verbesserungen ihrer Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität erfuhren. Die Daten belegen, dass diese Behandlungsform die Arbeitsproduktivität steigert und krankheitsbedingte Fehlzeiten verringert. Besonders diejenigen, die gleich zu Beginn ihrer Therapie eine intensive Behandlung erhielten, profitierten nachhaltig von den positiven Effekten.
Aktive Rolle für Betroffene
Die neuen Therapieansätze ermutigen auch die Patientinnen und Patienten, aktiv Teil des Behandlungsprozesses zu werden. Im Dialog mit Fachärzten sollen alle Basisbehandlungen diskutiert werden, um gemeinsam die beste individuelle Therapie zu finden. Die DMSG fordert die Betroffenen auf, ihre Ziele im Leben nicht aus den Augen zu verlieren und aktiv für ihre Gesundheit einzutreten. Die Plattformen der DMSG sowie die Website trotz-ms.de bieten zahlreiche Informationen und Unterstützung, um den Austausch innerhalb der MS-Community zu fördern.

