Deutscher Fahrradpreis 2026: Gewinnerprojekte bekanntgegeben

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In Düsseldorf wurden die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2026 bekannt gegeben. Ausgezeichnet wurden drei herausragende Projekte, die die Förderung des Radverkehrs in Deutschland vorantreiben.

Bodensee-Fahrradstraße Lindau gewinnt in der Kategorie Infrastruktur

Der Deutsche Fahrradpreis 2026 geht in der Kategorie Infrastruktur an die Stadt Lindau für das Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse“. Diese Initiative setzt neue Standards in der Radinfrastruktur, indem sie nahezu durchgängig 5,5 Meter breite Fahrradstraßen bietet, die Sicherheit und Komfort gewährleisten. Die Fahrradstraße verbindet hochwertige Radwege mit Mobilitätsstationen und berücksichtigt die Trennung von Fuß- und Radverkehr im öffentlichen Raum.

VelObserver für Schulen prämiert in Kategorie Service & Kommunikation

In der Kategorie Service & Kommunikation überzeugt die Posmo GmbH aus München mit ihrem Projekt „VelObserver für Schulen“. Dieses zielt darauf ab, eine digitale Radschulwegkarte zu entwickeln, die gemeinsam mit Jugendlichen erstellt wird. Durch verschiedene Challenges dokumentieren die Jugendlichen ihr Mobilitätsverhalten und lernen, Risiken zu erkennen. Dieses Projekt fördert die Mobilitätskompetenz von Schülerinnen und Schülern und trägt zur Sicherheit beim Radfahren bei.

Ehrenamtliches Engagement von Westwind Hamburg

Das Hamburger Projekt „Fahrräder für Bedürftige“ des Vereins Westwind Hamburg e.V. wird für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Seit 2015 unterstützt das Projekt Menschen mit geringem Einkommen, indem gespendete Fahrräder verkehrssicher aufbereitet und zu Sozialpreisen angeboten werden. Zudem wurden Workshops und Sicherheitstrainings für Kinder und Jugendliche veranstaltet. Insgesamt wurden über 4.800 Fahrräder übergeben, was den sozialen Mehrwert des Projekts unterstreicht.

Der Deutsche Fahrradpreis im Kontext der Mobilitätswende

Der Deutsche Fahrradpreis, der jährlich durch das Bundesministerium für Verkehr und die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte vergeben wird, hebt die kreativen Ideen zur Förderung des Radverkehrs hervor. Die diesjährigen Gewinnerprojekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und praktisch umsetzbar die Ansätze zur Verbesserung der Radinfrastruktur sind. Die feierliche Preisverleihung fand am 20. Mai 2026 im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Düsseldorf statt, während Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die Bedeutung solcher Initiativen hervorhob.

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