Die ökumenische Notfallseelsorge im Landkreis Emsland blickt auf 25 Jahre wichtige Arbeit zurück. Anlässlich des Jubiläums gratulierten Vertreter des Landkreises und würdigten den unermüdlichen Einsatz der Seelsorger.
Historie und Entwicklung der Notfallseelsorge
Die Gründung der ökumenischen Notfallseelsorge im Landkreis Emsland wurde durch das verheerende ICE-Unglück in Eschede im Juni 1998 angestoßen, welches 101 Menschen das Leben kostete. Seither hat sich die Notfallseelsorge zu einer wichtigen Anlaufstelle für seelische Unterstützung in Krisensituationen entwickelt. Die offizielle Arbeit begann im Mai 2001 mit 64 hauptamtlichen Seelsorgerninnen und Seelsorgern der katholischen und evangelischen Kirche, die seitdem von Ehrenamtlichen unterstützt werden.
Der aktuelle Stand der Notfallseelsorge
Heute stehen 39 aktive Notfallseelsorger bereit, um Betroffenen in schwierigen Situationen beizustehen. Diese engagieren sich in etwa 150 Einsätzen pro Jahr und sind 365 Tage im Jahr erreichbar. Landrat Marc-André Burgdorf lobte die bemerkenswerte Arbeit der Seelsorger, die eine essentielle Rolle in der psychosozialen Unterstützung spielen. Sie leisten Jahr für Jahr unermüdlich erste Hilfe für die Seele.
Auszeichnungen und Unterstützung
Um die Arbeit der Notfallseelsorge weiter zu unterstützen, hat der Landkreis Emsland verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Bereitstellung von Einsatzwesten und die Ausstattung mit Pagern zur Notfallalarmierung. Burgdorf hob hervor, dass die Einführung der Notfallseelsorge eine unverzichtbare Entscheidung war, die auch von der Landesregierung unterstützt wird. Niedersachsen hat das Thema Psychosoziale Notfallversorgung im Katastrophenschutzgesetz von 2021 verankert, um Betroffenen und Einsatzkräften gleichwertig zu helfen.

