Pressestellentest: Start-ups ghosten Journalisten

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In einem aktuellen Pressestellentest des prmagazins zeigen viele Start-ups Defizite in der Pressearbeit. Während Enpal und Proxima Fusion überzeugen, fällt die Gesamtbilanz für die Branche erschreckend schlecht aus.

Enpal und Proxima Fusion an der Spitze

Im aktuellen Pressestellentest des prmagazins hat der Anbieter von Solarlösungen Enpal mit 173 von 200 Punkten den ersten Platz belegt. Das Unternehmen zeichnete sich durch schnellen und kompetenten Service aus. Die Kommunikationsverantwortlichen Lea Heck und Alice Bacher gewährten einen tiefen Einblick in die Unternehmensstrategie und stellten den Chief Product Officer Benjamin Merle für ein qualifiziertes Telefoninterview zur Verfügung.

Platz zwei geht an Proxima Fusion, das mit 168 Punkten ebenfalls die Note „Sehr gut“ erhielt. Communications Manager Jakob Fidler stellte sicher, dass die Tester stets informiert waren und Co-Gründer Francesco Sciortino lieferte wertvolle Informationen und klare Einschätzungen.

Gravierende Mängel bei der Erreichbarkeit

Trotz der positiven Beispiele fallen die Ergebnisse insgesamt ernüchternd aus. Von zwölf getesteten Start-ups erreichten acht die Note „Katastrophal“. Die Tester bemängelten, dass viele Unternehmen lediglich E-Mail-Adressen oder Kontaktformulare zur Verfügung stellen. Nur der Anbieter Nelly veröffentlichte eine Telefonnummer, was die Erreichbarkeit der Pressekontakte drastisch einschränkt.

Das Fehlen einer direkten Kommunikationslinie hat unmittelbare Konsequenzen auf die Qualität der Pressearbeit. Unternehmen, die nicht zeitnah auf Anfragen reagieren oder gar nicht reagieren, können in den entscheidenden Kategorien „Umfang der Auskunft“ und „Qualität der Auskunft“ nicht punkten. So erreichte Nelly als Letzter nur 58,5 Punkte.

Ergebnisse im Überblick

Die Bestnote „Erstklassig“ blieb jedoch unerreicht. Der drittplatzierte Black Semiconductor erreichte mit 102 Punkten die Note „Verbesserungswürdig“. Alle anderen getesteten Start-ups, darunter DeepL, Parloa, Helsing, und Black Forest Labs, konnten die Anforderungen nicht erfüllen und erhielten die Note „Katastrophal“. Besonders negativ fiel auf, dass einige Unternehmen, darunter Aleph Alpha und Black Forest Labs, lediglich 1,5 Punkte erhielten und auf keine Kontaktversuche reagierten.

Der Pressestellentest wird seit 2003 durchgeführt und bewertet fünf Kriterien, die für eine wirksame Pressearbeit unerlässlich sind: Kontaktservice, Erreichbarkeit, Antwortgeschwindigkeit, Umfang und Qualität der Auskunft. Die vollständigen Testergebnisse und Details zu den Kriterien sind im Mai 2026 im prmagazin erhältlich.

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