Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für die Bewahrung des ostdeutschen Filmerbes ein. Anlässlich des bevorstehenden 80. Jubiläums der DEFA werden die bedeutenden Beiträge zur deutschen Filmkultur hervorgehoben.
Bedeutung der DEFA-Filme für die Kultur
Am 17. Mai 2026 feiert die Deutsche Film AG (DEFA) ihr 80-jähriges Bestehen. Die Gründung dieser Institution hatte zum Ziel, die in Deutschland erforderliche Demokratie zu fördern und die Menschen vom Faschismus zu befreien. DEFA-Filme spiegeln die Lebensrealitäten in der DDR wider und umfassen eine breite Palette von Genren, darunter Märchen- und Kinderfilme, Literaturverfilmungen sowie Dokumentationen und Animationsfilme.
Beiträge zur gesamtdeutschen Erinnerungskultur
„DEFA-Filme sind als Teil unseres gemeinsamen kulturellen Erbes unverzichtbar“, stellt Franziska Kersten, die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion, fest. Sie betont, dass diese Filme eine wertvolle kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte ermöglichen. Das große Interesse an DEFA-Produktionen zeigt sich nicht zuletzt in der hohen Teilnehmerzahl beim Symposium der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt, das sich dem Thema Literaturverfilmungen widmete. Klassiker wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Die Legende von Paul und Paula“ sind Teil der kollektiven Erinnerung.
Digitalisierung und Erhalt des Filmarchivs
Die von Bund und Ländern kofinanzierte DEFA-Stiftung spielt eine zentrale Rolle beim Erhalt des filmischen Erbes. Durch das Förderprogramm Filmerbe der Filmförderungsanstalt (FFA) wird die Digitalisierung historisch wertvoller Filme vorangetrieben. Angesichts des physischen Verfalls vieler Filme im Bundesarchiv ist eine umfassende Digitalisierungsstrategie unabdingbar. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich daher für eine solche Strategie ein, um sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen in den Genuss der DEFA-Filme kommen.

