Das Legal-Tech-Startup nu:legal hat eine Finanzierung von 1,3 Millionen Euro erhalten, um die Rechtsprozesse für kleine und mittelständische Unternehmen zu optimieren. Mit einer innovativen Plattform soll der Umgang mit rechtlichen Fragen effizienter und kostengünstiger werden.
Finanzierung und Beta-Start der Plattform
Das Berliner Startup nu:legal hat heute die öffentliche Beta seiner Plattform unter nulegal.eu gestartet und gleichzeitig eine Finanzierung in Höhe von 1,3 Millionen Euro bekannt gegeben. Die Finanzierungsrunde wurde von Caesar Ventures angeführt, zusätzlich sind Unternehmer:innen, KI-Operatoren und Partner führender europäischer Kanzleien als Investoren beteiligt.
Fokus auf KMU und rechtliche Herausforderungen
Viele deutsche Unternehmen haben mit steigenden regulatorischen Anforderungen zu kämpfen. Laut KfW kosten rechtliche und Compliance-bezogene Prozesse die deutsche Wirtschaft jährlich rund 61 Milliarden Euro. Nu:legal richtet sich speziell an kleine und mittelständische Unternehmen und bietet eine Kombination aus automatisierten Routineaufgaben und der Expertise von spezialisierten Anwälten an. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt auf Arbeitsrecht und Datenschutz, welche zu den größten Herausforderungen für KMU zählen. Die Plattform wird es Unternehmen ermöglichen, rechtliche Prozesse wie die Erstellung von Arbeitsverträgen, Kündigungen und Datenschutzerklärungen deutlich schneller und effizienter zu gestalten.
Innovative Technologie und Vertrauen durch Expertise
Gegründet wurde nu:legal von Bork Morfaw, einem ehemaligen Juristen von Freshfields, der bereits mit „LegalGPT“ eines der bekanntesten Legal-AI-Produkte Europas entwickelt hat. Morfaw betont, dass viele Unternehmen zwar KI-Technologien nutzen, jedoch oft kein Vertrauen in generische Modelle haben, insbesondere bei sensiblen Themen. „Genau diese Lücke wollen wir schließen“, so der Gründer. Anders als internationale Anbieter konzentriert sich nu:legal gezielt auf deutsches und europäisches Recht und plant, mit einem Waitlist-Modell in den Markt zu starten, bevor weitere Rechtsgebiete und europäische Märkte erschlossen werden.

