Hochleistung bei Künstlern: Sensorbasierte Diagnostik hilft

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Professionelle Musiker und Tänzer stehen im täglichen Training oft hohen körperlichen Belastungen gegenüber. Die sensorbasierte Funktionsdiagnostik bietet neue Ansätze, um Verletzungen vorzubeugen. Prof. Dr. Dirk Möller informiert auf dem 41. GOTS-Kongress über die Bedeutung dieser innovativen Technik.

Herausforderungen für darstellende Künstler

Ob Musiker, Tänzer oder Sprecher – diese Berufsgruppen haben eines gemeinsam: Sie sind enormen physischen Anforderungen ausgesetzt. Viele Künstler trainieren täglich mehrere Stunden in unnatürlichen Haltungen, was zu chronischen Verletzungen führen kann. Prof. Dr. Dirk Möller, Experte für angewandte Bewegungsanalyse an der Hochschule Osnabrück, betont, dass es in der Künstlerbranche oft einen Mangel an medizinischer Unterstützung gibt und Verletzungen nicht ernst genommen werden.

Innovative sensorbasierte Funktionsdiagnostik

Im Rahmen des DFG-geförderten Projekts „PA.H|LIFETIME.ai“ wird an der Hochschule Osnabrück und der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover systematisch erforscht, wie Überlastungen bei Künstlern besser erkannt werden können. Die sensorbasierte Bewegungsanalyse spielt hierbei eine zentrale Rolle. Kinetische, kinematische und elektromyographische Verfahren liefern wertvolle Daten, die zur Identifizierung von Dysfunktionen und Risikofaktoren beitragen.

Prävention durch Forschung und Ausbildung

Zusätzlich zur bereits etablierten „Musiker-Sprechstunde“ am INAPO in Osnabrück wird dieses Modell auch am Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin in Hannover eingeführt. Ziel ist es, umfassende physiotherapeutische Untersuchungen und biomechanische Messungen anzubieten, um präventive Ansätze für Künstler zu entwickeln. Mit der Einführung der weltweit ersten Professur für „Performing Arts Physiotherapy“ und dem geplanten Masterstudiengang sollen künftig noch mehr spezifische Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten bereitgestellt werden.

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