An der Ludgerusschule in Rhede dürfen die Schüler ihre Wunsch-Spielgeräte selbst entwerfen. In einem einzigartigen Demokratieprojekt haben die Kinder Vorschläge erstellt, die nun von der Stadt ausgewertet werden.
Demokratische Mitgestaltung an der Ludgerusschule
Im Rahmen eines aufregenden Pilotprojekts haben die Schülerinnen und Schüler der Ludgerusschule in Rhede die Gelegenheit, aktiv an der Gestaltung ihres neuen Spielgerätes mitzuwirken. An einem Treffen in der Turnhalle, die kurzerhand zum „Plenarsaal“ erklärt wurde, präsentierten die Kinder ihre kreativen Entwürfe und hatten sichtlich Spaß daran, ihre Ideen vorzustellen.
Vorschläge für Spielgeräte
Über die letzten Wochen hinweg malten und bastelten die Kinder begeistert an ihren Visionen für ein neues Spielgerät, das den ausgedienten Niedrigseilgarten ersetzen soll. Dabei sind rund 300 Bilder und einige Modelle entstanden, die nun eingehend von den Verantwortlichen der Stadt geprüft werden. Marvin Berger, Mitarbeiter des Jugendbüros, und seine Kollegen Melanie Elting und Michael Schleuter werden die gesammelten Wünsche der Kinder auswerten und an drei Spielgerätehersteller weiterleiten. Diese werden daraufhin Vorschläge ausarbeiten, die beim nächsten Treffen präsentiert werden.

Abstimmung über die Spielgeräte
Die Kinder haben beim letzten Treffen bereits erste Vorstellungen geäußert. So wünschten sich Tilda und Jette aus der 3c zwei Tunnelrutschen sowie ein Gerät zum Turnen und Klettern. Annika und Mila aus der 2b entwarfen eine Kletterwand mit Feuerwehrstange und verschiedenen Rutschen. Marvin Berger betonte, dass die Entscheidung ganz demokratisch gefällt werde: „Ihr entscheidet, was gebaut wird“. Wenn kein Vorschlag die Mehrheit überzeugt, wird es eine weitere Runde der Kinderbeteiligung geben.
Für die Realisierung des neuen Spielgerätes stehen 40.000 Euro zur Verfügung, und die Stadt plant, das Gerät bis zu den Herbstferien aufzustellen. Anschließend soll ein Konzept entwickelt werden, das die zukünftige Beteiligung von Kindern an der Gestaltung von Spielplätzen und Schulaußenanlagen fördert.
Durch dieses innovative Projekt wird nicht nur der Spielplatz neu gestaltet, sondern auch die Kinder in ihre Entscheidungsfindung eingebunden, was eine wichtige Erfahrung für ihre demokratische Teilhabe ist.



