Rehkitz-Rettung: Drohnenteams bundesweit vernetzt

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Wildtierschutz Deutschland hat ein bundesweites Verzeichnis für Rehkitz-Rettungsteams geschaffen. Ziel ist es, Landwirten und freiwilligen Helfern eine unkomplizierte Unterstützung während der Mahd zu ermöglichen.

Effektiver Schutz für verletzliche Kitze

In den Monaten Mai und Juni sind Rehkitze besonders gefährdet, da Landwirte mit der Mahd beginnen. Die Tiere haben in den ersten Lebenswochen keinen Fluchtreflex und drücken sich im Gras versteckt, wodurch sie von Mähmaschinen oft übersehen werden. Hierdurch kommt es jährlich zu einer hohen Zahl an verletzten und getöteten Kitzen. Das neue Online-Verzeichnis von Wildtierschutz Deutschland schließt eine kritische Lücke und ermöglicht es Landwirten, schnell Kontakt zu erfahrenen Drohnenpiloten in ihrer Nähe aufzunehmen.

Verantwortung des Landwirts und technische Lösungen

Die rechtlichen Bestimmungen fordern von Landwirten, dass sie ihre Felder vor der Mahd auf mögliche Tierheimstätten absuchen lassen. Florinde Stürmer, Pressesprecherin von Wildtierschutz Deutschland, betont die Bedeutung moderner Techniken zur Tierschutzsicherung: „Durch gezielte Absprachen und den Einsatz von Wärmebilddrohnen kann die Gefährdung von Rehkitzen erheblich reduziert werden.“ Das klassische Absuche mit Hunden ist oft nicht ausreichend, um alle versteckten Tiere zu erfassen.

Drohnenförderung für den Naturschutz

Wildtierschutz Deutschland hat bereits vor staatlichen Förderprogrammen die Anschaffung von Wärmebilddrohnen unterstützt. Derzeit sind in Deutschland mehrere Hundert Rettungsteams aktiv, die sowohl von Jagdvereinen als auch von Tierschutzorganisationen organisiert sind. „Es ist entscheidend, dass alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, die Tiere in den betroffenen Gebieten zu schützen“, erklärt Stürmer. Das neue Verzeichnis ist ab sofort auf der Webseite wildtierschutz-deutschland.de/kitzrettung-deutschland verfügbar.

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