CARE warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon

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Die Sicherheitslage im Libanon ist weiterhin angespannt, trotz einer vereinbarten Waffenruhe. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan musste ihre Reise in das Krisenland abbrechen. Die Hilfsorganisation CARE warnt vor der dramatischen humanitären Lage, die Millionen Menschen betrifft.

Eskalation der Gewalt im Libanon

Trotz einer über sechs Wochen geltenden Waffenruhe haben die Kampfhandlungen im Libanon erneut zugenommen. Die alarmierende Situation führt dazu, dass die Reise von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) bei ihrem Anflug auf Beirut abgebrochen werden musste. Die Hilfsorganisation CARE Deutschland weist auf die zunehmende humanitäre Krise hin, unter der bereits jetzt Millionen Menschen leiden.

Dringender Hilfsbedarf

Hovik Atamian, stellvertretender Landesdirektor von CARE International im Libanon, erklärte: „Die jüngste Eskalation verschärft eine bereits katastrophale humanitäre Lage. Die verletzlichsten Gruppen in der Gesellschaft sind nun noch stärker gefährdet.“ Die eskalierende Gewalt zwingt viele Menschen zur Flucht und unterbricht den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung und medizinischer Versorgung.

Familien wie die von Zeina, die mit ihren Kindern in einer Notunterkunft lebt, sind besonders betroffen. Zeina berichtet: „Ich schlafe kaum noch. Jede Nacht halte ich meine Kleidung und die Dokumente meiner Kinder bereit, falls wir wieder fliehen müssen.“ Die Ungewissheit und Angst um die Sicherheit ihrer Kinder belasten den Alltag enorm.

Aufruf zur Unterstützung

CARE hat bereits über 87.000 Menschen mit erforderlichen Hilfsgütern wie Trinkwasser, Nahrung und Hygieneartikeln unterstützt. Dennoch wächst der Hilfsbedarf schneller, als die Organisationen darauf reagieren können. Atamian warnt: „Ohne anhaltenden humanitären Zugang und signifikante internationale Unterstützung werden noch mehr Familien in extreme Not geraten.“

Der Einsatz aller Konfliktparteien zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts ist jetzt dringlich. CARE fordert die Sicherstellung eines ungehinderten Zugangs für humanitäre Organisationen und appelliert an die internationale Gemeinschaft, die finanziellen Mittel zu erhöhen. „Dies ist nicht nur eine Frage der Menschlichkeit, sondern auch der Würde der betroffenen Menschen,“ so Atamian abschließend.

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