IHK fordert wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in NRW

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Der Fachausschuss Mobilität und Infrastruktur der IHK hat sich in Spelle getroffen, um über die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu beraten. Anwesend waren Vertreter führender Unternehmen, darunter die KRONE Gruppe.

Standortbedingungen im Fokus

Bernard Krone, Aufsichtsratsvorsitzender der KRONE Gruppe, eröffnete die Sitzung mit klaren Worten: Die Rahmenbedingungen in Deutschland schränken die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ein. ‚Steuern und Energiekosten müssen gesenkt werden, um Investitionen zu fördern. Bürokratische Hürden dürfen nicht weiter wachsen‘, betonte Krone.

Ein Punkt der Diskussion war die EU-Richtlinie zur CO2-Reduktion, die auch auf Sattelauflieger angewendet werden soll. Krone kritisierte diese Regelung scharf und wies auf die unverhältnismäßigen Kosten hin, die damit verbunden sind. ‚Die Emissionen entstehen vor allem bei der Zugmaschine, nicht bei den Anhängern‘, erklärte er und warnte vor möglichen Preiserhöhungen von bis zu 40 % pro Trailer und jährlichen Strafzahlungen von 140 Millionen Euro für Krone, falls die Vorgaben nicht eingehalten werden können.

Kosten- und bürokratische Entlastung gefordert

Alfons B. Veer, Geschäftsführer von Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG, legte dar, dass vor allem die hohen Lohn- und Energiepreise in Deutschland ein Problem darstellen. Er verglich die Kosten mit dem eigenen Standort in der Türkei, wo der Stundenlohn fast viermal niedriger ist. ‚Diese Diskrepanz führt dazu, dass die Montage in Deutschland teurer ist und somit unattraktiver wird‘, so Veer.

Ein weiterer Diskussionspunkt war das bestehende Lkw-Fahrverbot an Feiertagen. Ulrich Boll, stellvertretender Ausschussvorsitzender, betonte die Notwendigkeit einer Flexibilisierung. ‚Lkw-Fahrer müssen aktuell oft auf Rastplätzen verweilen, während sie wirtschaftliche Einbußen haben. Soziale Aspekte müssen hier stärker berücksichtigt werden‘, forderte Boll.

Er appellierte auch an die Politik, die derzeitige Befristung des Lang-Lkw-Typs 1 aufzuheben, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben. ‚Die unklare Genehmigungssituation schreckt Investitionen ab‘, so Boll. Die Genehmigung läuft bis Ende 2026, eine Verlängerung ist zwar in Aussicht, jedoch noch nicht umgesetzt.

Regelmäßiger Austausch in der Branche

Der IHK-Fachausschuss Mobilität und Infrastruktur setzt sich aus ehrenamtlichen Unternehmensvertretern zusammen und trifft sich dreimal im Jahr. Hier diskutieren sie regelmäßig mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Branche. Gastgeber der letzten Sitzung war die KRONE Gruppe, ein führendes Unternehmen in der Fahrzeugindustrie mit 6.500 Mitarbeitern weltweit.

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