Das Projekt „Mimi&Drako“ in Coesfeld bereitet Kinder spielerisch auf den Übergang zur Grundschule vor. Besonders im Fokus stehen mehrsprachige Kinder, die Unterstützung benötigen.
Spielerische Förderung für einen erfolgreichen Schulstart
Im Kreis Coesfeld freuen sich Kinder im letzten Kindergartenjahr über zwei besondere Gäste: Die Handpuppen Mimi und Drako begegnen ihnen im Rahmen eines liebevoll gestalteten Projektes, das den bevorstehenden Schulstart erleichtert. Durch Lachen, Singen und Geschichtenerzählen erwerben die Kleinen wichtige Fähigkeiten, die ihnen den Übergang von der Kindertagesstätte (KiTa) in die Grundschule erleichtern.
Fokus auf Mehrsprachigkeit und individuelle Bedürfnisse
Das Programm richtet sich vor allem an Kinder, die nur eingeschränkt oder gar nicht in einer Kindertageseinrichtung waren. Viele der Teilnehmer wachsen mehrsprachig auf oder haben erst kürzlich Deutsch als Alltagssprache kennengelernt. Projektleiterin Anja Hölscher vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Coesfeld betont: „Wir möchten die Kinder dort abholen, wo sie stehen. Sie sollen erleben, dass sie Fähigkeiten besitzen und zur Gemeinschaft gehören.“
Eine Schulleiterin hebt hervor, dass die „Mimi&Drako“-Stunden direkt in der Grundschule stattfinden. Die Kinder haben dadurch die Möglichkeit, Klassenräume, Turnhallen und OGS-Räume kennenzulernen. Diese frühe Vertrautheit hilft, Ängste abzubauen und unterstützt einen reibungslosen Übergang.
Ängste abbauen und Sprachförderung stärken
In den gemeinsamen Stunden wird gemalt, gebastelt und gesungen. Die Kinder sammeln erste Erfahrungen mit Buchstaben und Zahlen, trainieren ihre Feinmotorik und lernen, sich über längere Zeit zu konzentrieren. Ein wichtiger Aspekt ist die sprachliche Förderung ohne Druck – eingebettet in Geschichten, Spiele und kreative Aktivitäten mit Mimi und Drako.
Die Handlung der Puppen hilft den Kindern, ihre Hemmungen abzubauen und ihre Gefühle besser auszudrücken. Viele Kinder sprechen offener mit den Figuren über ihre Sorgen zur Schule, etwa zu Freundschaften oder LehrerInnen. So erhalten Ängste Raum zur Verarbeitung und Unterstützung.
Das Projekt legt auch großen Wert auf die Wertschätzung der Mehrsprachigkeit. Die Herkunftssprachen der Kinder werden aktiv einbezogen und als Stärke betrachtet. Dadurch erkennen die Kinder, dass ihre sprachlichen und kulturellen Erfahrungen wertvoll sind.
Am Ende des Projektes ist das Ziel klar: Die Kinder sollen gestärkt, selbstbewusst und voller Freude in die Grundschule starten. Ein gelingender Übergang von der KiTa in die Grundschule stellt die Grundlage für ihren weiteren Bildungsweg dar. Wenn Mimi und Drako sich schließlich verabschieden, sind viele Kinder überzeugt: Vor der Schule braucht man keine Angst zu haben; sie kann sogar spannend sein.
Das Projekt wird teilweise aus dem Förderprogramm „Teil.Sein.NRW“ finanziert.

