Das Zentralklärwerk Goxel hat einen bedeutenden Fortschritt in Richtung Klimaneutralität erzielt. Die Installation einer Photovoltaikanlage mit 500 Modulen ermöglicht eine jährliche Stromproduktion von 155.000 kWh.
Nachhaltige Energieproduktion vor Ort
Das Zentralklärwerk in Goxel hat am 9. Juli 2025 eine Photovoltaikanlage mit 498 Modulen in Betrieb genommen. Bis Ende Mai 2026 produzierte die Anlage bereits rund 130.000 kWh Strom. Dies entspricht dem jährlichen Bedarf von etwa 40 Vier-Personen-Haushalten. Der selbst erzeugte Strom wird vollständig vor Ort genutzt, was erhebliche Vorteile für den Betrieb des Klärwerks mit sich bringt.
Kosteneinsparungen und CO₂-Reduktion
Durch den Einsatz der Photovoltaikanlage kann das Klärwerk den Bezug von Netzstrom deutlich reduzieren und gleichzeitig Betriebskosten senken. Dank dieser Maßnahme werden jährlich rund 53 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart. Hermann Schulze-Bröring, Leiter des Zentralklärwerks, betont die Wichtigkeit dieser Entwicklung: „Wir freuen uns, unsere Prozesse immer mehr auf erneuerbare Energien umstellen zu können und damit zum Klimaschutz beizutragen.“
Weitere Schritte zur Klimaneutralität
Das Zentralklärwerk engagiert sich zudem im Forschungsprojekt „KlärKraftWende (K²W)“ der FH Münster, um weitere klimaneutrale Potenziale zu erschließen, wie die Nutzung von Wärme aus gereinigtem Abwasser. Die Finanzierung der Photovoltaikanlage wurde durch eine 90-prozentige Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt, während die Stadt Coesfeld einen Eigenanteil von etwa 33.000 Euro bereitgestellt hat.

