Niederdeutsch als Schulfach: BBS Grafschaft ausgezeichnet

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In Niedersachsen wurden vier Schulen, darunter die BBS Gesundheit und Soziales in Grafschaft Bentheim, als „Plattdeutsche Schule“ ausgezeichnet. Das Kultusministerium meldet zudem die Einführung von Niederdeutsch als reguläres Fach an der Oberschule Uplengen.

Auszeichnung für Plattdeutsche Schulen

Beim Festakt in Aurich wurden heute vier Schulen in Niedersachsen als „Plattdeutsche Schule“ oder „Saterfriesische Schule“ anerkannt. Unter den ausgezeichneten Einrichtungen ist die BBS Gesundheit und Soziales im Landkreis Grafschaft Bentheim, die durch eine Rezertifizierung erneut für ihr Engagement in der Förderung der Regionalsprachen geehrt wird. Insgesamt tragen nun 50 Schulen in Niedersachsen diesen Titel und setzen sich aktiv für den Erhalt regionaler Sprachen ein.

Niederdeutsch als reguläres Schulfach

Ein weiterer bedeutender Schritt wurde heute bekannt gegeben: An der Oberschule Uplengen wird im kommenden Schuljahr Niederdeutsch als reguläres Unterrichtsfach eingeführt. Dies stellt die Einführung als zweite Fremdsprache dar und ist damit ein Meilenstein in der Sprachenvielfalt Niedersachsens. Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont die Bedeutung dieses Schrittes und verweist auf die Beschlüsse des Niedersächsischen Landtags von 2017, die die Weiterentwicklung des Niederdeutschen als ordentliches Fach vorsehen.

Bereits mehr als 300 Schulen in Niedersachsen fördern aktiv die Regionalsprache Niederdeutsch oder Saterfriesisch. Studien zeigen, dass Kinder, die zweisprachig mit Hochdeutsch und Niederdeutsch aufwachsen, leichter weitere Fremdsprachen erlernen können. Diese Förderung trägt dazu bei, die sprachliche und kulturelle Vielfalt des Landes zu bewahren und zu stärken.

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