Die Kläranlage in Rhede empfängt tierische Verstärkung: Schafe und Ziegen übernehmen die Pflege der Grünflächen. Mit diesem ökologischen Ansatz soll die Landschaftspflege kostengünstiger und umweltfreundlicher gestaltet werden.
Nachhaltige Pflege durch Schafe und Ziegen
Die Kläranlage am Winkelhauser Esch in Rhede hat sich entschieden, die Pflege ihrer Grünflächen durch den Einsatz von acht Schafen und vier Ziegen zu optimieren. Diese tierischen Helfer sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch effektive Arbeitstiere. Ihre Wanderung über das Gelände ist darauf ausgelegt, das Gras kurz zu halten, während Wildblumenwiesen von ihnen unberührt bleiben.
Erfolgreiches Vorbild aus der Region
Die Initiative, Tiere zur Landschaftspflege einzusetzen, ist nicht neu in Rhede. Bereits seit über sechs Jahren kommen Schafe erfolgreich an den Deichen im Rheder Norden zum Einsatz. Jan Knuf, Fachabteilungsleiter für die städtische Immobilienwirtschaft, zeigt sich zufrieden mit den bisherigen Erfahrungen und sieht im heimischen Schäfer den Schlüssel für den Erfolg. „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt und wir möchten dieses Modell auch auf unsere Kläranlage übertragen“, erklärt er.
Optimale Aufgabenteilung zwischen den Tieren
Die neuen Bewohner der Kläranlage haben spezielle Vorlieben, die eine effektive Pflege ermöglichen. Die braunen Swartbless-Schafe konzentrieren sich auf Gräser und Klee, während die Ziegen auch Rinde, Knospen und Brombeerbüsche anknabbern. Langfristig sollen insgesamt zwölf Tiere auf dem Gelände leben und einmal jährlich zur Schur zurück auf den Hof des Schäfers gebracht werden. Auch in den Wintermonaten können sie bei Bedarf zurückkehren.
Der Umgang mit den Tieren ist unkompliziert. Betriebsamkeit herrscht nur, wenn ein Eimer raschelt – dann kommen die Tiere neugierig auf ihre Besucher zu. Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, wird ihre Weidefläche regelmäßig vom Schäfer verändert, sodass Mensch, Maschine und Tier einander nicht in die Quere kommen.




