Neue Ausstellung: Notgeld im Stadtmuseum Coesfeld

Anzeige
Digitale Realität

Am kommenden Samstag eröffnet das Stadtmuseum Coesfeld die Ausstellung „Kein Geld? Kein Problem!“. Die Schau widmet sich der interessanten Geschichte des Notgeldes in Krisenzeiten und ist bis zum 15. November 2026 zu sehen.

Einblick in die Historie des Notgeldes

Die Entwicklung des Notgeldes in Deutschland begann während des Ersten Weltkriegs, als der Mangel an Münzgeld aufgrund der Kriegswirtschaft ein ernsthaftes Problem darstellte. Städte, Gemeinden und Unternehmen suchten nach alternativen Zahlungsmitteln und gaben Notgeld aus verschiedenen Materialien heraus. Die kreative Notlösung entwickelte sich nach dem Krieg zu einer eigenen Sammlerkultur mit kunstvoll gestalteten Stücken, die oft nicht mehr als offizielles Zahlungsmittel anerkannt wurden.

Hyperinflation und ihre Folgen

Die Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg verschärfte die Situation weiter. Mit der Hyperinflation von 1923 erlebte das Land einen dramatischen rapiden Wertverlust des Geldes, wodurch die Preise in astronomische Höhen schossen. Während dieser Zeit blühte der Markt für Notgeld regelrecht auf, bevor die Währung schließlich mit der Einführung der Rentenmark stabilisiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt war das ursprüngliche Sammlernotgeld jedoch bereits verboten worden.

Sammler Friedhelm Becker und die Ausstellung

Friedhelm Becker, ein engagierter Sammler, präsentiert in Kooperation mit dem Stadtmuseum eine Reihe außergewöhnlicher Notgeldstücke aus seiner Sammlung. Diese faszinierenden Objekte bieten einen anschaulichen Überblick über die Vielfalt der Zahlungsmittel, die in Notzeiten geschaffen wurden. Die Ausstellung ist nicht nur für Sammler, sondern für alle Interessierten an Geschichte und Wirtschaft eine lohnende Erkundung.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel