Der Kreisverband Emsland mahnt einen sofortigen Ausbau der Stromnetze an, um die Energiewende nicht zu gefährden. Landrat und Stadtchefs fordern Netzbetreiber zur Handlung auf.
Dringender Handlungsbedarf beim Stromnetzausbau
Im Landkreis Emsland steht der Ausbau des Stromnetzes ganz oben auf der Agenda. Landrat Marc-André Burgdorf, Bürgermeister Andreas Kaiser und Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe haben in einer Versammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) eindringlich an die Netzbetreiber appelliert, die Infrastruktur zeitnah zu verbessern. Angesichts der Dringlichkeit der Energiewende sind die festgestellten Engpässe nicht länger hinnehmbar.
Engpässe gefährden wirtschaftliche Entwicklung
Die Kommunalvertreter berichteten von erheblichen Engpässen in den bestehenden Stromnetzen, die nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des Emslands bremsen, sondern auch die Nutzung erneuerbarer Energien behindern. So müssen die Kommunen gesetzlich bestimmte Flächen für Wind- und Solarenergie bereitstellen, ohne dass die notwendigen Netzkapazitäten zur Verfügung stehen. „Wir stehen bereit, die Energiewende zu unterstützen, doch der Netzausbau muss mit der Planung neuer Energieprojekte synchronisiert werden“, so Burgdorf.
Forderung nach besseren Genehmigungsverfahren
Die Vertreter forderten ebenfalls eine Differenzierung bei den Netzanschlussanträgen. Aktuelle Regelungen benachteiligen Investitionsvorhaben, die zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen. Stattdessen werden Anträge von Batteriespeichern, die hohe Kapazitäten binden, gleich behandelt. Die Möglichkeit, dass Unternehmen nicht den benötigten Stromanschluss erhalten, könnte zukünftige Investitionen gefährden. Deshalb fordern die Kommunalpolitiker eine zeitnahe und bedarfsgerechte Infrastrukturentwicklung, die Unternehmen und die Energiewende gleichermaßen unterstützt.

